Transatlantische Beziehungen: Fortschritte und neue Perspektiven auf der Sicherheitskonferenz
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erkennt nach dem Auftakt der Sicherheitskonferenz Anzeichen für eine Beruhigung im transatlantischen Verhältnis. "Der Nebel hat sich verzogen, und die Sicht ist auf beiden Seiten wieder klarer", äußerte Pistorius gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in München. Er nahm eine gegenseitige Anerkennung der Leistungen wahr, die im Rahmen des Bündnisses gemeinsam erbracht werden müssen.
Besonders hob Pistorius die neue Verteidigungsstrategie der USA hervor. "Darin sind klare Erwartungen formuliert: Die Amerikaner wünschen, dass wir zunehmend die Verantwortung für die konventionelle Abschreckung und Verteidigung in Europa übernehmen. Das kommt für mich wenig überraschend", bemerkte er. Gleichzeitig betonen die USA ihre zentrale Rolle innerhalb der NATO, insbesondere in Bezug auf die nukleare Abschreckung. Diese Elemente zusammen betrachtend, resultiert für Pistorius ein klares Bild: Beide Seiten haben ein Interesse an der Fortführung der Allianz. Eine Anpassung sei dennoch erforderlich. Der Minister unterstrich: "Die gestiegenen Verteidigungsbudgets der letzten Jahre, besonders in Deutschland, zeigen deutlich, dass wir uns diesem Pfad verpflichtet haben."

