Tödliche Angriffe im Gazastreifen - Zahl der Opfer steigt weiter
Die anhaltenden israelischen Angriffe im Gazastreifen haben nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde innerhalb von 24 Stunden weitere 190 Palästinenser das Leben gekostet. Zudem wurden 340 Menschen verletzt. Damit erhöht sich die Zahl der Menschen, die seit Beginn des Konflikts vor dreieinhalb Monaten im Küstenstreifen getötet wurden, auf insgesamt 25.295. Weitere 63.000 Menschen wurden verletzt. Da eine unabhängige Überprüfung der Zahlen derzeit nicht möglich ist, sollten diese Angaben mit Vorsicht betrachtet werden.
Laut dem Sprecher der Gesundheitsbehörde wurden 40 der Verstorbenen wegen der Umstände in einem Massengrab in der Nähe des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis beigesetzt. Israelische Medien berichten von heftigen Kämpfen in diesem Gebiet. Die israelische Armee vermutet dort die Führung der islamistischen Hamas in einem unterirdischen Tunnelsystem und vermutet auch, dass dort Geiseln festgehalten werden.
Palästinensische Sanitäter berichten, dass sie aufgrund der massiven israelischen Angriffe nicht in das betroffene Gebiet vordringen können, um Verletzte zu versorgen. Der Palästinensische Rote Halbmond wirft der Armee vor, eine Rettungsstation der Organisation im südlichen Teil des Gazastreifens zu blockieren und jeden anzugreifen, der sich dort bewegt. Israel hat der Hamas wiederholt vorgeworfen, medizinische Einrichtungen und Krankenwagen für militärische Zwecke zu missbrauchen. Die Hamas weist diese Vorwürfe jedoch zurück.
Der Auslöser für diesen Krieg war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das am 7. Oktober von Hamas-Terroristen sowie anderen extremistischen palästinensischen Organisationen nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt wurde. In Israel wurden dabei 1200 Menschen getötet.
Seit dem Beginn der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen Ende Oktober wurden nach Angaben des Militärs 199 Soldaten getötet. Mehr als 1200 weitere wurden verletzt. Seit dem 7. Oktober wurden insgesamt 535 Soldaten getötet. (eulerpool-AFX)

