Thyssenkrupp vor schweren Zeiten: Aktienkurs unter Druck
Die Aktien von Thyssenkrupp stehen vor einem schwierigen Einbruch, nachdem das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick für das Jahr 2026 veröffentlichte. Der Kurs des Stahl- und Industriekonzerns sank auf der Handelsplattform Tradegate um rund 5 Prozent unter den Xetra-Schlusskurs und nähert sich der 9-Euro-Marke. Sollte diese Entwicklung anhalten, könnten die Aktien unter die wichtige 50-Tage-Durchschnittslinie fallen, die als Indikator für mittelfristige Trends gilt.
Ursächlich für die angespannte Lage ist die kürzlich eingeleitete Umstrukturierung der kriselnden Stahlsparte, die dem Essener Konzern im kommenden Geschäftsjahr erheblichen finanziellen Druck auferlegen wird. Die Bildung hoher Rückstellungen führt zu erwarteten Verlusten zwischen 400 und 800 Millionen Euro bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 im September, wie am Morgen von Thyssenkrupp mitgeteilt wurde.
Seit dem 25. November konnten die Thyssenkrupp-Aktien zwar zwischenzeitlich eine Erholung von bis zu 18 Prozent verzeichnen. Verschiedene Analysten sind aufgrund des neuen Protektionismus der Europäischen Union optimistisch gestimmt, was die Zukunftsaussichten für Europas Stahlindustrie betrifft. Die Schutzmaßnahmen gegen Stahlimporte könnten sich langfristig positiv auswirken.

