[Test] GULIkit Kingkong 2 Pro Wireless Controller

Der GULIkit Kingkong 2 Pro Wireless Controller schaut aus, als wäre er für die XBox, kommt allerdings mit der Möglichkeit daher, an unterschiedlichen Systemen verwendet zu werden. So besteht die Möglichkeit, ihn mit Android, iOS, PC, Xbox und Nintendo Switch zu paaren. Das ist ein großes Plus auf der Haben-Seite, denn mit knapp 70€ ist der Multi-Plattform-Controller nicht gerade günstig.

Design & Verarbeitung

Der Karton lässt bereits vermuten, dass der Hersteller etwas Besonderes produziert hat. Verpackung und Polsterung sind hervorragend und der Controller selbst sitzt nochmal fest in einem Case aus durchsichtigem Plastik. So kann er problem- und gefahrlos transportiert werden.

Beim Gehäuse könnte man meinen, der Kingkong 2 Pro wäre bei Microsoft vom Band gefallen. Größe und Form sind nahezu identisch und auf den ersten Blick besteht durchaus Verwechslungsgefahr. Der zweite Blick offenbart dann aber die Unterschiede. Der Controller wirkt durch seine Farbgebung edel, allerdings wurde kein Alu für die Tasten bzw. Analogsticks verwendet. Das mindert die Qualität aber auch nicht. Haptik, Optik sowie Spaltmaße sind mehr als in Ordnung.

Dem Wireless Controller hätten noch ein paar Trigger-Stops gut getan. Die Schultertasten lösen zwar sehr gut aus und können sogar angepasst werden, aber gerade in FPS-Games macht der Weg der Tasten (Strecke) einen massiven Unterschied. In Summe liegt er sehr gut in der Hand. Wer schon einen Xbox Controller gehalten hat, kennt also auch diesen hier.

Features

Neben der breiten Kompatibilität kommt der Controller zusätzlich mit dem so genannten „APG – Auto Pilot Gaming“ sowie „MSA – Motion Sense Aiming“ daher.

Beim APG können Spieler*innen bis zu zehn Minuten Gameplay aufnehmen und als Makro speichern. Das klingt seltsam, ist aber tatsächlich ziemlich cool. So war es mir möglich, einzelne Level in Splatoon „aufzunehmen“ und entweder das Skript zu speichern oder bei einem Kumpel mit meinem Controller das Level mit einem Klick zu beenden. Da der GULIkit Kingkong 2 Pro Wireless jetzt nicht so verbreitet ist, ist das Feature zwar cool, aber auch nicht mehr als eine nette Spielerei.

Das Motion Sense Aiming ist der große Kritikpunkt der Peripherie. Die Gyro-Steuerung bringt auf der Nintendo Switch nicht annähernd die Leistung, wie der originale Nintendo Pro Controller oder die Joy-Cons. Das spürt man sofort und sogar ohne unmittelbaren Vergleich. Im direkten Vergleich nimmt man das Delay noch stärker wahr.

Hall-Effect-Sensor-Joystick gegen Drift

GuliKit ist der erste drahtlose Controller mit Hall-Effect-Sensor-Joystick. Dabei handelt es sich um eine neue patentierte elektromagnetische Steuerung, welche das allgemein bekannte Problem mit Stick-Drift gelöst haben soll. Ob das wirklich so ist, wird die Zukunft zeigen. Wäre dem so, hätten sich allerdings bestimmt schon andere Hersteller darauf gestürzt. Besonders Razer dürfte eine solche Entwicklung sehr freuen.

Keine App

All die Features kommen ohne App-Support daher und werden direkt am Controller selbst angepasst. Der Hersteller „verkauft“ das als Vorteil, persönlich favorisiere ich eine Applikation. So muss man für jede Anpassung in die Anleitung schauen. Da nutzt man doch sicherlich lieber sein Smartphone für On-The-Fly-Änderungen. Gamesir, als Beispiel, macht das mittlerweile sehr gut.

Fazit

Nach nahezu unzähligen Stunden mit dem GULIkit Kingkong 2 Pro Wireless Controller befinde ich mich irgendwo zwischen begeistert und enttäuscht. Der Akku hält locker 24 Stunden, die Tasten geben top Feedback, die Vibration arbeitet präzise und die Analogsticks bieten einen deutlich größeren Widerstand, als als bei anderen gängigen Controllern, was nicht für jeden ein Pluspunkt ist, bei mir aber positiv im Kopf geblieben ist.

Einer für alles… Außer Bewegungssteuerung! Das Delay des Motion Sense Aiming ist beim Zocken untragbar. Solltet ihr also eine Alternative zum Nintendo Pro Controller suchen, denkt beim Kauf daran. Auch die mittlerweile zwei Updates des Kingkong 2 Pro haben da keine Besserung gebracht. Der Support zum Scannen von Amiibo der Nintendo Switch bringt dann wieder einen fetten Pluspunkt ein. Das haben längst nicht alle alternativen Controller an Bord.

Könnt ihr darauf verzichten bzw. zockt ohnehin nicht mit Gyro, dann ist der GULIkit Kingkong 2 Pro Wireless Controller durchaus mal einen Blick wert. Die Analogsticks dürften euch gefallen und das Auto Pilot Gaming ist eine Spielerei, die ich nur allzu oft verwendet habe, um Freunden etwa die goldenen Teile bei Mario Kart verfügbar zu machen oder, ganz aktuell, einzelne Level in Splatoon 3 zu speichern, die Freunde nicht so gut oder gar nicht hinbekommen haben.

Ganz besonders ist natürlich die Möglichkeit, den Controller auf nahezu jeder gängigen Plattform zu verwenden. Mittags mal flott etwas Fortnite via Xbox Cloud Gaming, im Bad mal eben eine Runde PUBG auf dem Smartphone und abends dann an die Nintendo Switch. Das alles mit nur einem guten Controller. Das erschlägt dann auch den Preispunkt von gut 70€.

Schaut euch den GULIkit Kingkong 2 Pro Wireless in jedem Fall mal an, wenn ihr auf der Suche nach etwas Neuem seid und vergesst nach dem Kauf das Update der Firmware nicht!


Gaming / Tests / Hardware / Hardware Tests / Technik / Technik Tests / Controller / GULIkit
[gametainment.net] · 28.09.2022 · 20:26 Uhr
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