Teleperformance setzt auf KI und verspricht Milliarden-Rückfluss an Aktionäre
Die französische Call-Center- und Büroservice-Gruppe TP, ehemals Teleperformance, hat ambitionierte mittelfristige Ziele veröffentlicht und plant bis 2028 eine Rückkehr von 1,5 Milliarden Euro an ihre Aktionäre. Das Unternehmen fokussiert sich auf Lösungen, die durch künstliche Intelligenz verbessert werden sollen, um den Rückgang traditioneller Outsourcing-Dienste durch die Automatisierung zu kompensieren.
Bereits 2023 sagte TP voraus, dass bis zu ein Drittel seiner Tätigkeiten innerhalb der nächsten drei Jahre automatisiert werden könnte. „1,5 Milliarden könnten entweder durch Dividenden oder Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgegeben werden", erklärte Finanzchef Olivier Rigaudy in einem Gespräch mit der Presse.
TP erwartet für 2028 ein organisches Umsatzwachstum von 4% bis 6% bei konstanten Wechselkursen. Zudem wird eine wiederkehrende EBITDA-Marge von 15,5% angestrebt. Im Zeitraum von 2026 bis 2028 plant das Unternehmen, 3 Milliarden Euro an freien Cashflow zu generieren, von denen 20%, ungefähr 600 Millionen Euro, für Übernahmen genutzt werden sollen, fügte der CFO hinzu.
Am Mittwoch präsentierte TP zudem die Einführung einer eigenen KI-Orchestrierungsplattform, TP.ai FAB, die künstliche Intelligenz, menschliche Expertise und Automatisierung in ihre Dienstleistungen integrieren soll. Unterstützt wird dies durch die Übernahme von Agents Only, einer auf KI-basierten Crowdsourcing-Plattform.
Bereits im November kündigte das Outsourcing-Unternehmen, das weltweit über 410.000 Mitarbeiter beschäftigt, aufgrund eines Sparplans an, 600 Arbeitsplätze abzubauen, um eine 2023 nahezu verdoppelte Verschuldung nach der Majorel-Konsolidierung zu reduzieren. Vorherige Prognosen der Gruppe sahen für 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 3% bis 5% und eine Erhöhung der EBITDA-Marge um bis zu 10 Basispunkte vor.

