Technologiegigant ASML: Rekordergebnisse und strategische Anpassungen
Der aktuelle Boom in der Künstlichen Intelligenz lässt den niederländischen Lithographiemaschinen-Hersteller ASML florieren: Das Unternehmen meldete für das Schlussquartal Rekordergebnisse bei Umsatz und Auftragseingang. Für das Jahr 2026 prognostiziert ASML weiteres Wachstum und plant zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028. Während die Börse zuerst positiv auf diese Nachrichten reagierte und die Aktie deutliche Zugewinne verzeichnete, gerieten die Titel im Laufe der Analystenkonferenz jedoch unter Druck und verloren zuletzt fast zwei Prozent.
Analysten äußerten Bedenken hinsichtlich der Kapazitätserweiterung des Unternehmens, während ASML betont zuversichtlich bleibt. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits knapp 30 Prozent zulegen, und der Wert hat sich seit September beinahe verdoppelt. Beeindruckende 9,7 Milliarden Euro Umsatz erzielte ASML im letzten Quartal 2025, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Auch die Bruttomarge konnte auf 52,2 Prozent gesteigert werden.
Besonders der Auftragseingang überraschte mit einem Wert von fast 13,2 Milliarden Euro. Laut Vorstandsvorsitzendem Christophe Fouquet geben derzeit viele Kunden optimistischere Prognosen ab, die auf der fortbestehenden Nachfrage für KI-Lösungen basieren. Als Alleinanbieter von Extrem-Ultraviolett-Lithografiegeräten spielt ASML eine Schlüsselrolle in der Herstellung von hochmodernen Mikrochips, die für KI-Anwendungen essentiell sind. Zu den Kunden zählen Branchenriesen wie Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) und Intel.
Diese Maschinen sind unentbehrlich bei der Produktion von Nvidias KI-Beschleunigern, die für Rechenzentren unabdingbar sind. Für das erste Quartal erwartet ASML einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Das Unternehmen strebt für 2026 einen Jahresumsatz von 34 bis 39 Milliarden Euro bei einer ähnlichen Marge an. Im gesamten Jahr 2025 lag der Umsatz bei knapp 32,7 Milliarden Euro mit einer Marge von 52,8 Prozent. In einer weiteren Entwicklung plant ASML eine Restrukturierung in der Technologie- und IT-Abteilung, die zum Abbau von netto etwa 1.700 Stellen führen könnte, vornehmlich in den Niederlanden und den USA.

