ASML im Höhenflug: Rekordzahlen dank KI-Nachfrage
Der anhaltende Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz sorgt bei dem niederländischen Chipausrüster ASML für kräftigen Schwung in den Geschäften. Dank dieser Entwicklung verzeichnete das Unternehmen im Schlussquartal Rekordwerte bei Umsatz und Auftragseingang. Besonders auffällig ist die geplante Aktienrückkaufaktion, bei der ASML bis Ende 2028 eigene Anteile im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro erwerben möchte. Dies sorgte für einen deutlichen Anstieg des Aktienkurses.
Seit Jahresbeginn stieg der Wert der ASML-Aktie um rund 40 Prozent und erreichte zuletzt 1.289,80 Euro, was gleichzeitig eine Verdreifachung seit Anfang September bedeutet. Betrachtet man die Marktkapitalisierung, ist ASML mit rund 500 Milliarden Euro das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas.
ASML konnte im letzten Quartal 2025 seine Umsätze von 7,5 auf 9,7 Milliarden Euro steigern und damit die Erwartungen der Analysten übertreffen. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 52,2 Prozent, während ein starkes Neugeschäft von fast 13,2 Milliarden Euro erzielte wurde. Diese Entwicklungen basieren auf optimistischeren Einschätzungen der Kunden zur mittelfristigen Nachfrage auf dem KI-Markt, wie der Vorstandsvorsitzende Christophe Fouquet bestätigte.
Das Unternehmen stellt als einziges Extrem-Ultraviolett-Lithografie-Geräte her, die bei der Produktion fortschrittlicher Mikrochips essenziell sind. Zu den prominenten Kunden gehören Marktführer wie Taiwan Semiconductor Manufacturing und Intel. Die Geräte von ASML sind entscheidend für die Herstellung von KI-Beschleunigern, die insbesondere in den Rechenzentren von Nvidia eingesetzt werden.
Für das erste Quartal erwartet ASML einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Auch für das Jahr 2026 sind die Wachstumsprognosen optimistisch, mit einem geplanten Umsatz von bis zu 39 Milliarden Euro. Auf der anderen Seite plant das Unternehmen eine interne Umstrukturierung, die voraussichtlich 1.700 Stellen betreffen wird – hauptsächlich in den Niederlanden und den USA.

