Technologieaktien treiben Rekordkurse in Asien an
Die Aktienmärkte in Japan und Taiwan erlebten einen bemerkenswerten Tag, da Technologieunternehmen einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Investoren in der Region setzen darauf, dass die bevorstehenden US-Inflationsdaten eine Zinssenkung in der nächsten Woche ermöglichen könnten, womöglich gefolgt von weiteren Senkungen bis zum Jahresende.
In Europa wird derweil erwartet, dass die Europäische Zentralbank ihren Zinssatz unverändert lässt. Trotz der angespannten Handels- und politischen Lage bleibt die Option für künftige Lockerungsmaßnahmen bestehen.
Auch die Rohölpreise hielten ihre Gewinne, nachdem Polen mutmaßliche russische Drohnen in seinem Luftraum abgeschossen hatte und die USA die EU drängten, neue Sanktionen gegen Käufer von russischem Öl zu verhängen. Gleichzeitig kletterte der Goldpreis in die Nähe eines Allzeithochs.
Der japanische Nikkei-Index stieg um 0,8% auf ein Rekordhoch, da insbesondere Technologie- und Energieunternehmen sowie Versorger zulegten. Der taiwanesische Aktienmarkt kletterte um 1%, insbesondere dank des führenden Chipherstellers TSMC, der um 2,5% zulegte.
SoftBank verzeichnete fast 9% Zuwachs, nachdem ihr Partner Oracle an der Wall Street um beeindruckende 36% gestiegen war. Die steigende Nachfrage von KI-Unternehmen nach Cloud-Computing-Dienstleistungen sorgte dort für Auftrieb.
In den USA zogen die Nasdaq-Futures um 0,2% und die S&P 500-Futures um 0,1% an. Dennoch fiel der MSCI Asia-Pacific Index außerhalb Japans um 0,1%, was größtenteils auf die Verluste in Hongkong zurückzuführen war, wo der Hang Seng-Index um 0,9% nachgab.
Nach der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise, die den Erwartungen entsprachen, erhöhten sich die Wetten auf bis zu drei Zinssenkungen durch die Federal Reserve in diesem Jahr. Der Fokus der Investoren liegt nun auf dem Verbraucherpreisindex für August.
Laut einer Reuters-Umfrage wird ein Anstieg um 2,9% im Vergleich zum Vorjahr erwartet, während die Kerninflation voraussichtlich bei 3,1% bleiben wird.
Im Devisenmarkt waren die Bewegungen verhalten. Der US-Dollar bewegte sich seitwärts, und der Australische Dollar erreichte ein 10-Monats-Hoch, bevor er wieder etwas zurückging.
Auch die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen stiegen leicht, was auf einen erfolgreichen 10-jährigen Anleiheverkauf zurückzuführen ist. Am Ölmarkt hielten sich die Preise stabil und Spotgold stieg geringfügig um 0,1%.

