Technische Störung bei Paypal sorgt für Unruhe im Zahlungsverkehr
Der renommierte US-Zahlungsdienstleister Paypal sieht sich momentan mit einem sicherheitstechnischen Rückschlag konfrontiert. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge, darunter auch der "Süddeutschen Zeitung", haben jüngste Systemausfälle die Erkennung betrügerischer Lastschriften blockiert. Infolgedessen haben Banken aus Vorsicht Maßnahmen ergriffen und Lastschriften im zweistelligen Milliardenbereich gestoppt.
Der Hintergrund: Paypal zieht üblicherweise die Beträge von Kundenkonten ein, nachdem Produkte online erworben wurden. Beispielsweise der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) erklärte, dass es zu spürbaren Störungen im Zahlungsverkehr durch unautorisierte Lastschriften seitens Paypal gekommen sei. Diese Zwischenfälle wirkten sich nicht nur in Deutschland, sondern ganz Europa merklich aus.
Montag hatten insbesondere die Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe damit zu kämpfen, dass Transaktionen verzögert oder gestoppt wurden. Die Hauptleidtragenden in dieser Situation sind Online-Händler, die aufgrund der Verzögerungen verspätete Geldeingänge für rechtmäßige Transaktionen hinnehmen müssen.
Verbraucherschützer legen Paypal-Kunden nahe, die eigenen Kontoaktivitäten sorgfältig auf betrügerische Abbuchungen hin zu prüfen. Die Ursache des Problems, so die "Süddeutsche Zeitung", sei ein Ausfall des Sicherheitsmechanismus von Paypal gewesen, der sonst solche betrügerischen Aktivitäten stoppen soll.
Glücklicherweise konnte das Unternehmen berichten, dass die Störung inzwischen behoben wurde. In einer Erklärung seitens Paypal hieß es, dass der normale Zahlungsverkehr über die Sparkassen seit Dienstagmorgen wieder reibungslos funktioniere, allerdings unter fortwährender Aufsicht. Paypal stellte sicher, dass die Bankpartner informiert und alle Konten aktualisiert wurden, um zukünftigen Problemen dieser Art vorzubeugen.
Dieses Sicherheitsproblem ist besonders signifikant, da Paypal mit ungefähr 30 Prozent Marktanteil als führender Anbieter für Online-Zahlungen in Deutschland gilt. Die Aufsichtsbehörden, insbesondere jene in Luxemburg, wo Paypal seinen Europasitz hat, sind ebenfalls in den Fall involviert und wurden über die Vorfälle in Kenntnis gesetzt.

