Technische Störung bei Optus: Antwort aus Singapur mit Kursverlusten
Die Aktien von Singapore Telecommunications erlebten einen bemerkenswerten Rückschlag, nachdem eine technische Panne bei ihrer Tochtergesellschaft Optus, dem zweitgrößten Telekommunikationsanbieter Australiens, die Notrufdienste für 13 Stunden lahmgelegt hatte. Diese Unterbrechung wird jüngst auch mit vier Todesfällen in Zusammenhang gebracht. Mit einem Kursrückgang von 2,3 % auf 4,31 Singapur-Dollar erfuhr die in Singapur notierte Aktie den deutlichsten Tagesverlust seit fast zwei Monaten. Der Rückgang des Aktienwertes reflektiert vor allem die Unsicherheit und das Vertrauen der Anleger nach der Verlautbarung von CEO Stephen Rue. In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung machte Rue deutlich, dass während eines Netz-Upgrades nicht alle festgelegten Protokolle eingehalten wurden.
Durch diesen Vorfall könnten Berichten zufolge rund 600 Kunden in den australischen Bundesstaaten South Australia und Western Australia sowie im Northern Territory beeinträchtigt worden sein. Es ist nicht das erste Mal, dass Optus mit derartigen Herausforderungen konfrontiert ist: Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen von den Aufsichtsbehörden mit einer Geldstrafe von 12 Millionen Australischen Dollar belegt, weil während eines landesweiten Netzausfalls Tausende von Notrufen nicht verarbeitet werden konnten.

