Tarifrunden in NRW: Warnstreiks treffen Unikliniken und Schulen
In Nordrhein-Westfalen ist es zu umfassenden Warnstreiks in verschiedenen Sektoren gekommen, nachdem Gewerkschaften zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen haben. Besonders betroffen sind hier Universitätskliniken und Schulen, was sich deutlich auf den öffentlichen Dienst in diesen Bereichen auswirkt.
An sechs Universitätskliniken – Aachen, Köln, Münster, Bonn, Essen und Düsseldorf – führte die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks durch, mit denen Forderungen nach besseren Entgelten für diverse Mitarbeitergruppen, wie zum Beispiel Pfleger und Verwaltungsangestellte, gestützt werden sollten. Kritische medizinische Notfälle werden jedoch weiterhin über Notdienste abgedeckt, um Patientensicherheit zu garantieren.
Gleichzeitig plant die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Ausweitung der Warnstreiks auf alle Schulen in NRW. Hierbei beziehen sich die Forderungen nicht nur auf Lehrkräfte, sondern auch auf Sozialpädagogen und andere schulische Unterstützungsdienste. Eltern werden gebeten, die Kommunikation der Schulen genau im Auge zu behalten, da diese weiterhin bemüht sind, den Schulbetrieb so gut es geht aufrechtzuerhalten.
Im Hintergrund dieser Aktionen stehen Verdis Forderungen nach einem Anstieg des Einkommens für insgesamt mehr als 920.000 Tarifbeschäftigte der Länder um sieben Prozent. Trotz der als überzogen bezeichneten Forderungen seitens der Länder besteht seitens der Arbeitgeber die Hoffnung, im Februar eine Einigung zu erzielen.
Parallel dazu blieben die Verhandlungen im kommunalen Nahverkehr in NRW ohne Ergebnis, und auch für Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt (AWO) könnte es zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommen. Hierbei steht unter anderem die Forderung nach 500 Euro mehr Gehalt im Raum. Die Auswirkungen könnten viele soziale Dienstleistungen im Bundesland betreffen.

