Tariferhöhungen zum Trotz: Build-A-Bear trotzt den Widrigkeiten mit beachtlichem Wachstum
Die Tücken von Handelsstreitigkeiten und der sinkende Fußgängerverkehr in Einkaufspassagen haben der Spielwarenindustrie über Jahre hinweg zu schaffen gemacht. Dennoch erfreuen sich die Anleger der Build-A-Bear Workshop an einem beeindruckenden Aufwärtstrend: Seit Jahresbeginn 2025 sind die Aktien des in St. Louis ansässigen Unternehmens um mehr als 60% gestiegen und notieren nun bei knapp 72 US-Dollar pro Anteilsschein. Damit übertrifft Build-A-Bear deutlich den Anstieg des S&P 500, der im selben Zeitraum lediglich um 13% zulegen konnte.
In einer Branche, die allgemein als 'mäßig schwach' beschrieben wird, hat Build-A-Bear einen Weg gefunden, sich durch kreative Produktangebote zu profilieren. Besonders nach der COVID-19-Pandemie haben sich handwerksorientierte Produkte als erfolgreich erwiesen — ein Bereich, der gut mit dem Kerngeschäftsmodell von Build-A-Bear harmoniert. Diese Unternehmensstrategie macht Build-A-Bear zu einem beliebten Ziel am Standort Einkaufszentrum, auch wenn viele dieser Zentren mit rückläufigem Kundenverkehr zu kämpfen haben.
Trotz globaler wirtschaftlicher Herausforderungen verzeichnet Build-A-Bear weiterhin Rekordergebnisse. Im letzten Quartal meldete das Unternehmen die besten Ergebnisse für ein zweites Quartal und das erste Halbjahr in seiner Geschichte. Diese Entwicklung unterstrich den Erfolg starker Verkaufsleistungen und strategischer Expansionen.
Im ersten Halbjahr 2025 erreichten die Umsätze von Build-A-Bear 252,6 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 11,5% im Vergleich zum Vorjahr. Der Vorsteuergewinn kletterte sogar um 31,5% auf 34,9 Millionen US-Dollar. Trotz erhöhter Herausforderungen, wie den Zöllen unter Präsident Donald Trumps Administration, erhob das Unternehmen seine Jahresprognose weiterhin optimistisch.
Zwar betonte Build-A-Bears CFO Voin Todorovic, dass die Erhöhung der Importzölle — 30% auf China und 20% auf Vietnam — einen spürbaren Einfluss auf die Kostenstruktur hat, doch durch kluge Vorratshaltung und vorsichtige Preisgestaltung für Endkunden konnte das Unternehmen die Belastung mildern. Durch den Fokus auf den Einkauf von Rohmaterialien statt fertiger Waren konnte sich Build-A-Bear auch strategisch besser gegen die Zölle wappnen.
Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen: Todorovic prognostiziert, dass die Zölle für das Geschäftsjahr 2025 Kosten in Höhe von rund 11 Millionen US-Dollar verursachen könnten. Dennoch ist das Unternehmen zuversichtlich, seine Vorjahresgewinne erneut erreichen oder vielleicht sogar übertreffen zu können.

