Tarife für Versicherungen und Energie vergleichen zahlt sich aus

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Ein großer Teil des Monatseinkommens wird vom Konto zum Vermieter, an Versicherungen und Strombereitsteller überweisen. Viele Kunden fühlen sich den ständig steigenden Kosten ausgeliefert denn immerhin braucht man ja ein Dach über dem Kopf. Das gilt vielleicht bei den Mieten, denn immerhin ist jeder Umzug mit Kosten und einem erheblichen Zeitaufwand verbunden. Kaum jemand wird den Wohnort wechseln, weil die Miete um ein paar Euro teurer ist. Sehr wohl jedoch lohnt es sich regelmäßig seine Versicherungsverträge zu kontrollieren. Bei einem Wechsel lässt sich nämlich viel Geld sparen.

Hohe Ausgaben beim Wohnen und Versicherungen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: mehr als 15,6 Prozent der Deutschen geben 40 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus und gelten somit als überlastet. In Ballungsräumen ist sogar jeder fünfte Haushalt davon betroffen. Im Durchschnitt geben Deutsche rund ein Viertel ihres Einkommens für Wohnungen aus, wenn sie ein Objekt gemietet haben. 72,4 Prozent aller Singles wohnen dabei in Mietwohnungen. Sie geben überdurchschnittlich viel für das Thema Wohnen aus.

Von 2015 bis 2019 sind die Mietpreise im Schnitt um 5,5 Prozent gestiegen. Das Gefühl für Wohnen immer mehr Geld ausgeben zu müssen trügt also keineswegs. Wie viel man tatsächlich für die Miete bezahlt, hängt signifikant vom Wohnort ab. Am teuersten sind die Preise in München, wo im Jahr 2019 durchschnittlich 17.5 Euro pro Quadratmeter verrechnet wurden. In Frankfurt am Main, der zweitteuersten Stadt, gibt es Wohnraum um 14,48 Euro pro Quadratmeter, dicht gefolgt von Stuttgart mit 14,2 Euro. Diese Preise wurden anhand von Inseraten ermittelt.

Doch nicht nur die Mieten belasten das Haushaltsbudget, auch Versicherungen tragen dazu bei, dass am Ende des Monats nur mehr wenig Geld am Konto bleibt. Im Jahr 2015 gaben Deutsche im Durschnitt 2.371 Euro für Versicherungen aus. Das sind um beachtliche 1.000 Euro mehr als noch vor 20 Jahren.

Ein weiterer Posten, der das Haushaltsbudget belastet sind die Energiekosten. Doch in diesem Punkt hängt es vom Wohnort ab, wie hoch die Preise sind. Geht man von einem Dreipersonenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4000 kWh pro Jahr aus, zahlen die Bewohner Baden-Württembergs 1.224 Euro pro Jahr, in Hamburg sogar 1.268 Euro und in Schleswig-Holstein 1.224 Euro. Vergleichsweise günstig kommen die Bewohner Bremens mit 1.116 Euro weg.

Versicherung und Stromanbieter wechseln leichter als gedacht

Viele bleiben ihrer Versicherung einfach aus Bequemlichkeit über viele Jahre treu. Sie fürchten, dass Kündigung und Neuanmeldung mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sind. Tatsächlich muss man sich bei Versicherungen ein wenig mit der aktuellen Polizze befassen. Darin ist nämlich nachzulesen, wann der Vertrag gekündigt werden kann. Bei Haushaltsversicherungen ist es manchmal üblich, die Polizze auf drei Jahre abzuschließen. Dann gewähren die Unternehmen ihren Kunden nämlich Rabatte auf die Prämien. Doch auch wenn eine jährliche Kündigung vereinbart wurde, ist es nicht so einfach den Überblick zu bewahren. Denn meisten laufen die Verträge ab dem Datum der Unterzeichnung und sind somit unter dem Jahr zu kündigen.

Wer sich für eine Lemonade Privathaftpflicht Versicherung entscheidet, kann die Polizze jeden Monat kündigen. Die Verträge laufen nämlich jeweils nur einen Monat und verlängern sich automatisch. Auch mit dem GiveBack Paket hebt sich das junge Unternehmen von anderen Versicherungen ab. Dabei geht es darum, einen Teil der einbehaltenen Prämien an karitative Einrichtungen auszuschütten.

Auch den Stromanbieter zu wechseln entlastet das Haushaltsbudget. Dank übersichtlicher Plattformen im Internet ist es dafür nicht notwendig, jeden einzelnen Stromanbieter einzeln zu kontaktieren. Um aussagekräftige Preisinformationen einholen zu können, lohnt es sich die letzte Jahresabrechnung zur Hand zu nehmen. Darin ist der aktuelle Stromverbrauch zu finden. Wichtig für die Berechnung der Kosten ist außerdem die Postleitzahl, da Energie in jedem Bundesland zu anderen Preisen angeboten wird. Hier die Schritt-für-Schritt Anleitung, um einen günstigeren Stromtarif zu finden:

  • Auf einer Vergleichsplattform den aktuellen Stromverbrauch und die Postleitzahl angeben. Ist der Energieverbrauch nicht bekannt, errechnet das System anhand der im Haushalt wohnenden Personen einen Durchschnittswert
  • Innerhalb weniger Sekunden erstellt das Portal eine Liste mit passenden Treffern. Dabei ist es möglich, weitere Einstellungen vorzunehmen. Dazu zählt den bisherigen Stromanbieter und den aktuellen Tarif zu verändern. Umweltbewusste nutzen gerne die Filterfunktion und lassen sich gezielt nur Ökostromanbieter anzeigen
  • Hat man sich erst einmal für ein Angebot entscheiden, übernimmt der neue Stromversorger alle weiteren Schritte. Dazu zählt auch, den alten Vertrag zu kündigen. Auch dabei sind die Kündigungsfristen unterschiedlich. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht bei einem Umzug oder bei einer Strompreiserhöhung.

Egal ob es sich um den Stromanbieter oder eine Versicherung handelt, viele Unternehmen bieten Sonderkonditionen an, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Beim Thema Energie zum Beispiel zahlt man weniger, wenn man sich auf eine längere Zeit an einen Stromanbieter bindet. Nachteil dabei ist, dass innerhalb dieser Frist kein Wechsel zu einem günstigeren Modell möglich ist. Auch bei Versicherungen gibt es Sparpotential: Bei einer KFZ-Haftpflichtversicherung gewähren Unternehmen Rabatte, wenn das Auto in einer Garage untergebracht ist. Haushaltsversicherungen werden günstiger, wenn Bewohner Wert auf die Sicherheit legen. Ist eine Sicherheitstüre eingebaut und gibt es eine Alarmanlage, sinken die Prämien. Nach Rabatten kann man sich auch erkundigen, wenn man einem Bankeinzug zustimmt oder die Prämie jährlich bezahlt. Eine Möglichkeit die Kosten für die Versicherung zu senken ist auch Selbstbehalte zu akzeptieren.

Finanzen / Versicherungen
13.03.2020 · 07:50 Uhr
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