T-Mobile US übertrifft Prognosen mit starkem Kundenwachstum, Aktienkurs dennoch unter Druck
T-Mobile US, der zum Telekom-Riesen Deutsche Telekom gehörende Mobilfunkanbieter, meldete für das dritte Quartal einen überraschend starken Zuwachs an Mobilfunkkunden und hob daraufhin seine Jahresprognose an. Trotz dieser positiven Nachrichten geriet die Aktie im frühen New Yorker Handel unter Druck und verlor 3,4 Prozent an Wert. Hintergrund dieser Reaktion sind die angekündigten zusätzlichen Investitionen des Unternehmens in Höhe von einer halben Milliarde Dollar, die die Gesamtpläne auf nunmehr 10 Milliarden US-Dollar anwachsen lassen.
Der scheidende CEO Mike Sievert legte zudem ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre vor. Bis 2025 strebt T-Mobile US nunmehr einen Zuwachs von 7,2 bis 7,4 Millionen neuen Vertragskunden an – deutlich mehr als die bisher prognostizierten 6,1 bis 6,4 Millionen. Auch beim bereinigten operativen Gewinn (Core Ebitda) plant das Unternehmen mit höheren Zahlen: Zwischen 33,7 und 33,9 Milliarden Dollar werden angepeilt, verglichen mit der vorherigen Prognose von bis zu 33,7 Milliarden.
Im dritten Quartal verzeichnete T-Mobile US einen beachtlichen Anstieg der Mobilfunkverträge um eine Million – die höchste Zahl für dieses Quartal seit über einem Jahrzehnt. Diese Entwicklung übertraf die Erwartungen von Analysten, die mit einem Zuwachs von rund 852.000 gerechnet hatten. Unterstützung fand das Wachstum auch im Serviceumsatz, der um neun Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar anstieg. Allerdings sank der Nettogewinn auf 2,7 Milliarden Dollar, im Vorjahresvergleich waren es noch 3,1 Milliarden. Das Unternehmen machte hierauf Wertberichtigungsaufwendungen als Hauptgrund verantwortlich.

