Syrische Fachkräfte unverzichtbar: Ministerin Faeser warnt vor Folgen für den Arbeitsmarkt
Bundesinnenministerin Nancy Faeser hebt die Bedeutung syrischer Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt hervor und warnt vor den möglichen Konsequenzen einer Rückkehrwelle. Mit Nachdruck machte sie im Anschluss an eine Kabinettssitzung in Berlin deutlich, dass insbesondere der Gesundheitssektor gravierende Einbußen erleiden würde, sollten alle hier tätigen Syrer das Land verlassen.
Faeser plädiert dafür, den in Deutschland integrierten syrischen Bürgern mit Arbeitsplätzen Perspektiven zu bieten. Diese Menschen tragen nicht nur zur Wirtschaft bei, sondern sind auch Teil der Gesellschaft. Besonders jenen, deren Kinder hier zur Schule gehen und die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, müssten Aufenthaltsmöglichkeiten eröffnet werden.
Die Lage in Syrien ist nach den jüngsten politischen Umbrüchen noch unklar, so die Ministerin. Derzeit prüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wegen der unsteten Lage keine Asylanträge aus Syrien. Dennoch bleibt die Tür für Neuankömmlinge, die Anträge stellen wollen, offen.
Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betont die Wichtigkeit der syrischen Fachkräfte. Über 6.000 syrische Ärzte seien mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Gesundheitsversorgung, was er auf der Plattform X unterstrich.

