Suss Microtec: Ambitioniertes Wachstum dank KI und Serviceausbau
Der Halbleiterzulieferer Suss Microtec plant, in den kommenden Jahren ein erhebliches Wachstum zu erzielen, angetrieben durch den Boom der Künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen setzt auf die Entwicklung neuer Produktgenerationen und fokussiert sich insbesondere auf Systemlösungen für Wafer-Reinigung, Hybrid-Bonding sowie Inkjet-Beschichtung. Diese Technologien sollen die Herstellung leistungsfähigerer Elektronikchips ermöglichen, die speziell für Anwendungen in der KI und im autonomen Fahren relevant sind. Zudem soll das Service-Geschäft eine bedeutende Rolle im Wachstum einnehmen.
Wie Unternehmenschef Burkhardt Frick erläuterte, liege in den bereits bei Kunden installierten Anlagen strategisches Potenzial. Suss Microtec kann attraktive Angebote für Upgrades, Ersatzteile, Serviceverträge und Garantiepakete offerieren. Infolge dessen soll der Anteil des Service-Geschäfts am Gesamtumsatz bis 2030 von 18 auf 25 Prozent steigen.
Ziel ist es, den Umsatz bis 2030 auf 750 bis 900 Millionen Euro zu steigern, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9 bis 13 Prozent. Der angestrebte Rahmen für die Bruttomarge liegt bei 43 bis 45 Prozent, und die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird auf 20 bis 22 Prozent taxiert. Zum Vergleich: Für 2025 prognostiziert das Management Umsätze zwischen 470 und 510 Millionen Euro, mit Bruttomargen von 35 bis 37 Prozent und einer EBIT-Marge von 11 bis 13 Prozent.
Analysten zeigen sich beeindruckt von den mutigen Zielen des Unternehmens. Madeleine Jenkins von der UBS erkennt in den ambitionierten Plänen von Suss eine Herausforderung, aber auch eine vielversprechende Gelegenheit für das Unternehmen. Die Begeisterung am Markt war spürbar: Der Aktienkurs legte kräftig um bis zu 15 Prozent zu, zuletzt notierte er bei einem Plus von rund zehn Prozent bei 37,10 Euro. Im SDax erklomm das Papier damit einen der vorderen Plätze. Allerdings bleibt die Kursbilanz des Jahres bislang getrübt, da Verluste von rund einem Viertel zu verzeichnen waren, verursacht durch enttäuschende Quartalszahlen und reduzierte Profitabilitätsziele. Dennoch konnte der Kursrückgang inzwischen wieder ausgeglichen werden.

