Südostasiens Börsen im Rotlicht: Schock durch US-Zollpaket
Die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung unter Donald Trump haben in der südostasiatischen Finanzwelt für erhebliche Turbulenzen gesorgt. Mit einem Tag Verzögerung nach den regionalen Feiertagen zeigten die Börsen in Jakarta, Ho-Chi-Minh-Stadt und Bangkok deutliche Rückgänge.
Die Märkte, die stark von der Exportwirtschaft abhängig sind, mussten die Auswirkungen des neuen Zollpakets erstmals verarbeiten. In Indonesien fiel der Jakarta Composite Index erheblich um 7,6 Prozent und erreichte einen Tiefpunkt, der zuletzt 2021 gesehen wurde.
Auch in Thailand konnte sich der Markt nicht behaupten: Der SE Thai Index schloss über vier Prozent im Minus und liegt damit auf dem Niveau von 2020. Vietnam verzeichnete ebenfalls Verluste, wobei das lokale Aktienbarometer auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024 sank.
Der Druck auf die Region ist durch die angekündigten US-Zölle, die auf Importwaren aus sechs der zehn ASEAN-Staaten erhoben werden sollen, enorm gestiegen. Eine Analyse der Germany Trade and Invest (GTAI) weist darauf hin, dass die hohen Wachstumsraten, die bisher Südostasien zu einem attraktiven Standort für Investitionen gemacht haben, ernsthaft gefährdet sind.
Vietnam, Thailand und Kambodscha sind besonders betroffen, da ihre Wirtschaft stark von den USA als Absatzmarkt abhängig ist. Vietnam hofft, mit strategischen Einkäufen aus den USA die Auswirkungen der Zölle abzuschwächen.
Thailand hingegen befürchtet eine Flut günstiger Waren aus China als Folge der US-Beschränkungen. Präsident Trump hat unterdessen klargestellt, dass es keine Pläne gibt, die Zölle auszusetzen, trotz der scharfen Reaktionen auf den internationalen Märkten.

