Stuttgarter Flughafen überrascht mit vorzeitigem Gewinn
Nach Jahren der finanziellen Durststrecke hat der Stuttgarter Flughafen im Jahr 2025 offenbar wieder die Gewinnzone erreicht. Ulrich Heppe, der Geschäftsführer des Flughafens, verkündete, dass der Jahresabschluss aktuell erstellt wird, jedoch erste Anzeichen auf eine frühzeitig erzielte Profitabilität hinweisen. Ursprünglich war geplant, erst 2026 wieder schwarze Zahlen zu schreiben, erklärte Heppe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Besonders erfreulich sei laut Heppe, dass die gesteckten Ziele ein Jahr früher realisiert wurden als erwartet. Der Umsatz des Flughafens soll gegenüber dem Vorjahr um etwa drei Prozent gestiegen sein, welcher 2024 bei 278,2 Millionen Euro lag. Auch die Passagierzahlen zeigten einen positiven Trend: von 9,1 Millionen im Vorjahr stiegen sie auf 9,6 Millionen an.
Vor der Pandemie verzeichnete der Flughafen noch 12,7 Millionen Fluggäste, während der Umsatz 2019 bei 300 Millionen Euro und der Gewinn bei 50 Millionen Euro lag. Die darauf folgenden Jahre waren von Verlusten gezeichnet, die jedoch sukzessive abnahmen: von einem Minus von rund 97 Millionen Euro im Jahr 2020 reduzierte sich das Defizit auf 6,1 Millionen Euro bis 2024.
Die wirtschaftliche Erholung gelang durch strikte Kostendisziplin und ein umfassendes Ergebnissicherungsprogramm, das unter anderem einen Einstellungsstopp beinhaltete. Heppe betonte, dass Kostendisziplin der Schlüssel zum Erfolg sei und alle Abteilungen einen Beitrag leisten mussten.
Für das kommende Jahr 2026 bleibt die Lage herausfordernd. Angesichts der wirtschaftlichen Situation in Baden-Württemberg erwartet der Flughafen einen leichten Passagierrückgang auf 9,4 Millionen. Die Wiederholung der schwarzen Null im laufenden Jahr könnte schwierig werden, da möglicherweise erneut ein kleines Minus erwartet wird. Betriebsbedingte Kündigungen sind jedoch nicht vorgesehen, versicherte Heppe abschließend.

