Stuttgart 21: Ein teures Drama für die Deutsche Bahn
Die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg in Mannheim bestätigt, dass die Deutsche Bahn die milliardenschweren Mehrkosten des Projekts Stuttgart 21 tragen muss. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer warnt vor Schadenfreude angesichts der finanziellen Belastung.
Die ursprünglichen Kosten des Projekts haben sich in den letzten Jahrzehnten verdreifacht, und die Bahn steht nun vor einer Mehrbelastung von über 6,5 Milliarden Euro. Palmer, der als parteiloser Politiker lange Zeit als Kritiker des Projekts bekannt war, bezeichnet die Entwicklung als 'Trauerspiel'.
Auf Facebook kommentiert er, dass die Bahnkunden letztlich für die steigenden Kosten aufkommen müssen, obwohl das Projekt ursprünglich als eines der bestgeplanten der Deutschen Bahn galt. Mit einer Investition von 13 Milliarden Euro, so Palmer, hätte man stattdessen eine erstklassige Bahninfrastruktur in ganz Baden-Württemberg schaffen können.
Stuttgart 21 steht nicht nur für die Errichtung eines neuen Hauptbahnhofs, sondern auch für die umfassende Umstrukturierung des Bahnknotens Stuttgart, an dem bereits seit 2010 gebaut wird. Die Debatte um das Projekt zeigt, wie eine ausufernde Planung zu erheblichen finanziellen Herausforderungen für öffentliche Projekte führen kann.

