Stürmische Zeiten für Tech-Riesen: Aktienmarkt im Korrekturmodus
Am US-amerikanischen Aktienmarkt schrillen die Alarmglocken: Spekulationen um überbewertete Tech-Giganten dämpften am Freitag die Anlegerstimmung. Der Mitte der Woche durch die US-Notenbank initiierte Schwung verpuffte im Lichte der neuen Sorgen schnell.
Unbeeindruckt von der jüngsten Leitzinssenkung durch die Fed kehrte der Markt in einen kritischen Modus zurück. Auslöser der nervösen Unsicherheit waren Meldungen über ein leicht enttäuschendes Ergebnis des Chipzulieferers Broadcom. Zusätzlich kursierten Berichte, nach denen Oracle beim Ausbau seiner KI-Rechenzentrenstore für OpenAI verzögert sei. In Folge gerieten Tech-Werte massiv unter Druck: Der Nasdaq 100 sank bis zum Börsenschluss um 1,91 Prozent auf 25.196,73 Punkte, während sich der S&P 500 mit einem Minus von 1,07 Prozent auf 6.827,41 Punkten stabiler zeigte.
Der Dow Jones legte einen schwankenden Verlauf hin und schloss 0,51 Prozent im Minus bei 48.458,05 Punkten. Branchen abseits des KI-Trends wie Konsumgüter und Versicherungen gerieten verstärkt in den Vordergrund. So verbuchten Procter & Gamble, UnitedHealth, Verizon, Boeing, Coca-Cola und McDonalds zufriedenstellende Zuwächse zwischen 1,5 und 2 Prozent.
Negativer im Rampenlicht stand Nvidia mit einem Kursverlust von 3,3 Prozent. Oracle erlebte ebenfalls einen weiteren Abwärtstag mit einem Minus von 4,5 Prozent, ausgelöst durch Berichte über verschobene Fertigstellungstermine für OpenAI-Rechenzentren. Während Oracle dies dementierte, zeugen Material- und Arbeitskräftemängel bisher von einer schleichenden Krise.
Broadcom sorgte ebenfalls für Unmut: Zwar übertraf der Apple- und Google-Zulieferer mit seinem Bericht die Erwartungen, die Resonanz auf den KI-bezogenen Auftragsbestand fiel jedoch miserabel aus. Die Aktie brach um über elf Prozent ein, trotz vorheriger Höchststände.
Erfreuliche Nachrichten kamen hingegen vom kanadischen Sportartikelhersteller Lululemon, der mit überragenden Quartalszahlen und optimistischem Jahresausblick überraschte. Analysten wie Brooke Roach von Goldman Sachs lobten die starke Entwicklung in China, was den Aktienwert um fast zehn Prozent in die Höhe schnellen ließ. Dieser Erfolg könnte den Anfang einer Erholungsphase markieren – vorausgesetzt, das Anlegervertrauen wächst nachhaltig.

