Was braucht man?

Stromausfall: So bereiten Sie sich darauf vor

29. April 2025, 11:50 Uhr · Quelle: dpa
Zapp, da ist der Strom weg? Was jüngst in Spanien und Portugal passierte, kann auch hierzulande passieren. Was dann alles nicht mehr funktionieren könnte - und was man zur Vorsorge braucht.

Bonn (dpa/tmn) - 12,2 Minuten ohne Strom - das war der Durchschnittswert pro Verbraucher in Deutschland im Jahr 2022. Dieser Zahl des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zufolge, ist Stromausfall in Deutschland also im Normalfall kein häufiges Problem. Und trotzdem lohnt sich die Vorbereitung auf den Blackout. Das hat nicht zuletzt der tagelange Stromausfall im Winter 2005 im Münsterland gezeigt.

Denn ist der Strom erst einmal für längere Zeit weg, funktionieren viele alltägliche Dinge nicht mehr. Zum Beispiel: 

  • Die Leitungswasserversorgung und damit auch die Toilettenspülung. Schlimmstenfalls ist noch genug Wasser für einmal Spülen im Kasten.
  • Mobilfunk und Festnetz. Ja, das Smartphone hat eine Batterie und das Mobilfunknetz stellenweise eine Notstromversorgung. Beides hält aber nur für eine begrenzte Zeit. Auch das Festnetztelefon wird nach kurzer Zeit nicht mehr funktionieren.
  • Geldautomaten und Supermarktkassen funktionieren nicht mehr. Die Bargeldversorgung und Einkäufe sind so nicht mehr möglich.
  • Tankstellen. Deren Treibstoffpumpen laufen ebenfalls mit Strom.
  • Der öffentliche Nah- und Fernverkehr könnte in Teilen ausfallen.
  • Im Winter könnte die Heizung ausfallen, wenn kein Strom mehr für die Umwälzpumpe zur Verfügung steht.
  • Die Türklingel. Im Einfamilienhaus kein Problem, im Hochhaus oder Mehrfamilienhaus dagegen sehr wohl.

Das sollten Sie mindestens in ihrem Notfallvorrat haben

Was also tun, damit man ohne Strom nicht auf dem Trockenen und in der Kälte sitzt - und dabei noch Hunger hat? Das BBK rät zum Anlegen eines Notfallvorrats. Der hilft nicht nur bei Stromausfall, sondern auch in anderen Katastrophenfällen und sollte unter anderem diese Dinge beinhalten: 

  • Ein Wasservorrat zum Trinken, Zähneputzen und mehr. Das BBK empfiehlt eine Menge von mindestens 1,5 Litern pro Tag und Erwachsenem. Wer kochen will, plant einen halben Liter mehr ein. Fruchtsäfte und andere Getränke gehen natürlich auch.
  • Ein Lebensmittelvorrat. Beschaffen Sie haltbare Lebensmittel, die sich auch mit wenig Aufwand zubereiten lassen. Besonders gut lager lassen sich etwa Trockenfrüchte, Nüsse, Zwieback, Müsliriegel oder eben Konserven. Denken Sie gegebenenfalls an ausreichend Babynahrung.
  • Ein Campingkocher mit Gaskartusche oder ein Gasgrill mit Kochfläche helfen beim Aufwärmen von Speisen oder beim Kochen von Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Mit Gas oder Kohle betriebene Kochgeräte nie in Innenräumen benutzen. Es besteht Vergiftungsgefahr.
  • Bargeld für Einkäufe.
  • Denken Sie an Licht. Campinglampen - ob mit Gas oder Batterien betrieben - sorgen für Orientierung und mehr Wohlbefinden in der Dunkelheit. Eine kurbelbetriebene Taschenlampe macht Sie von Batterien unabhängig.
  • Warme Kleidung für den Winter. So sind Sie besser auf mögliche Heizungsausfälle eingerichtet.
  • Ein batteriebetriebenes Radio. Darüber können Sie Notfallinformationen empfangen. Sie haben ein Auto? Dann haben Sie auch ein Radio mit Batteriebetrieb.
  • Powerbanks zum Aufladen von elektrischen Kleingeräten wie Smartphone oder Akkutaschenlampen
  • Material für die Erste Hilfe. Also Pflaster, Wunddesinfektion, Verbandmaterial und alle notwendigen Medikamente.

Weitere Informationen zum Zusammenstellen eines ausreichenden Notfallvorrats gibt das BBK im Netz. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet einen Vorratskalkulator im Netz an. Er hilft beim Ermitteln der nötigen Mengen. Wichtig: Einmal angelegt, muss er regelmäßig aufgefrischt werden. 

Vorher klären: Wo gibt es im Notfall Hilfe und Informationen?

Informieren Sie sich bei ihrer Kommune nach Anlaufstellen für den Notfall. Das können etwa Feuerwachen oder das Rathaus sein. Dort gibt es dann im Ernstfall Informationen oder Hilfsangebote.

Absprachen treffen und an hilfsbedürftige Menschen denken

Und nicht nur der Vorrat ist wichtig. Mit eindeutigen Absprachen für den Ernstfall kann man auch ohne Technik in Verbindung bleiben und hilfsbedürftige Verwandte und Freunde unterstützen. Dabei sollte man auch einplanen, dass pflegebedürftige Angehörige möglicherweise für einige Zeit selbst versorgt werden müssen.

Mit Familienmitgliedern macht man am besten Treffpunkte aus. Etwa das eigene Haus oder die Wohnung als Anlaufpunkt. Dann muss man sich nicht gegenseitig suchen.

Nach Möglichkeit trifft man Vereinbarungen mit Freunden oder Verwandten in anderen Städten. Dann kann man sich im Notfall gegenseitig Unterschlupf bieten. Denn vielleicht gibt es einen Ort weiter schon Strom?

Nicht vergessen: Irgendwann kommt der Strom wieder

Jeder Stromausfall hat auch mal ein Ende. Ein großes Risiko dann: Brandgefahr durch den unkontrollierten Betrieb elektrischer Geräte. Schauen Sie also nach, ob Geräte wie Herd, Ofen. Bügeleisen, Wasserkocher, Heizdecken oder Heizlüfter auch ausgeschaltet sind. Damit sie nicht alle schlagartig in Betrieb gehen, wenn der Strom wieder da ist.

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29.04.2025 · 11:50 Uhr
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