USA streben Vorherrschaft im Chip-Markt an
Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat sich ein neues ehrgeiziges Ziel für die Halbleiterindustrie gesetzt: Die Hälfte der modernen High-Tech-Chips soll künftig in den USA produziert werden. Diese Strategie soll den Vereinigten Staaten die notwendige 'Feuerkraft' für die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) sichern, wie Handelsminister Howard Lutnick in einem Interview mit dem Sender CNBC erklärte.
Seit Jahren wird der Großteil dieser technologisch hochentwickelten Chips in Asien, insbesondere durch den taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC, gefertigt. Diese Abhängigkeit von asiatischen Herstellern birgt geopolitische Risiken, besonders vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zu China. Auch Trumps Vorgänger, Joe Biden, erkannte diese Problematik und stellte Subventionen in Höhe von rund 39 Milliarden Dollar (ca. 35 Milliarden Euro) zur Verfügung, um die heimische Produktion anzukurbeln. Trump hingegen kritisierte diese Finanzhilfen als unnötigen Kostenaufwand und möchte stattdessen verstärkt auf Einfuhrzölle setzen.
Neben dieser neuen Produktionsstrategie hat die Trump-Administration auch bestehende Exportrestriktionen der vorherigen Regierung unter Biden aufgehoben. Ursprünglich waren diese als Schutzmaßnahme vorgesehen, um zu verhindern, dass US-amerikanische Chips und Software auf Umwegen in Staaten wie China gelangen. Laut Lutnick wäre dies jedoch ein Fehler gewesen, da es befreundeten Ländern wie Polen den Zugang zu fortschrittlicher US-Technologie verwehrt hätte. Die aktuelle Regierung betont, dass Chip-Lieferungen erlaubt sein sollen, wenn diese in US-amerikanischen Rechenzentren eingesetzt werden und zusätzlich an eine vertrauenswürdige Cloud-Infrastruktur angeschlossen sind.

