Stromausfall in Berlin: Ermittlungen gegen Linksextremismus
Nach dem verheerenden Brandanschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südosten stehen die Ermittlungen der Polizei unter Hochdruck. Laut der Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Tat auf das Konto linksextremistischer Kräfte geht. In einer Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte Spranger, dass ein im Internet kursierendes Bekennerschreiben als authentisch angesehen werde. Besonders bemerkenswert sei die Parallele zu einem ähnlichen Vorfall aus dem Februar nahe der Tesla-Autofabrik in Brandenburg, der ebenfalls mittels eines Bekennerschreibens aus dem gleichen Spektrum gerechtfertigt wurde.
Der Angriff auf die Strommasten im Ortsteil Johannisthal führte zu erheblichen Schäden an den Starkstromkabeln und resultierte im längsten Stromausfall Berlins seit über zwei Jahrzehnten. Zeitweise waren 50.000 Kunden ohne Elektrizität, und trotz intensiver Reparaturarbeiten der Stromnetz GmbH sind nach wie vor tausende Haushalte auf alternative Energielösungen angewiesen. Die Täter sollen über umfassendes technisches Wissen verfügen, was auf eine hohe Professionalität hinweist.
Innensenatorin Spranger verurteilte den Anschlag scharf und nannte ihn "menschenverachtend", da er das Leben von Menschen in Gefahr gebracht habe. Ein solch gravierender Eingriff in die Infrastruktur darf nicht ohne Konsequenzen bleiben, betonte sie. „Der Tod von Menschen als Kollateralschaden in Kauf zu nehmen, kann nicht akzeptiert werden“, fügte sie hinzu. Die Behörden arbeiten engmaschig an der Aufklärung dieses Vorfalls und sind zuversichtlich, die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu können.

