Stromausfall in Berlin: CDU-Fraktion berät im Eilmodus
Der größte Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte sorgt weiterhin für Spannungen und Diskussionen innerhalb der politischen Landschaft der Hauptstadt. Die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat daher beschlossen, sich am Morgen in einer kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz über die folgenschwere Unterbrechung der Stromversorgung auszutauschen. Zu den Teilnehmern der Sitzung zählt auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, wie aus Kreisen der Fraktion bekannt wurde.
Ein unerwartetes und brisantes Thema der Besprechung stellt Wegners Privatleben dar: Nur wenige Stunden nach Einsetzen des Blackouts fand der CDU-Politiker Muße für ein Tennis-Match, was ihm erheblichen Gegenwind einbrachte. Währenddessen sahen sich rund 100.000 Berliner Bürger ohne Strom, Heizung und Kommunikationsmittel mit dem harten Berliner Winter konfrontiert, während an anderen Stellen der Stadt eilig Notunterkünfte errichtet wurden.
Der CDU-Spitzenkandidat für die im September anstehende Abgeordnetenhauswahl sieht sich nun in jeder Hinsicht in der Pflicht, die Kritik an seinem Krisenmanagement zu adressieren. Die Schaltung soll allen CDU-Abgeordneten Raum bieten, ihre Sichtweisen auszutauschen und das künftige Vorgehen zu beraten. Eine reguläre Parteisitzung ist erst wieder in der kommenden Woche geplant, sodass in der heutigen Konferenz wichtige Pflöcke für die politische Aufarbeitung eingerammt werden könnten.

