Stromausfall im Berliner Südwesten: Ermittlungen intensivieren sich
Nach dem verheerenden Stromausfall im Berliner Südwesten, ausgelöst durch einen mutmaßlichen Brandanschlag, rückt die Polizeiarbeit in den Fokus. Der stellvertretende Polizeipräsident Marco Langner verkündete bei einer Pressekonferenz, dass nach zahlreichen Zeugenaufrufen eine Vielzahl von Hinweisen im mittleren zweistelligen Bereich eingegangen ist. Besonders acht dieser Hinweise versprechen, die Ermittlungen möglicherweise entscheidend voranzubringen.
Die sichergestellten Videomaterialien, die mehrere hundert Stunden umfassen, stellen die Ermittlungskommission vor eine Mammutaufgabe. Der beim Staatsschutz angesiedelte Untersuchungsausschuss, der sich auf politische Straftaten spezialisiert, widmet sich nun der akribischen Auswertung dieser Aufnahmen. Aufgrund der Fülle des Materials steht im Raum, ob weitere personelle Unterstützung erforderlich ist, um die Ermittlungen zu beschleunigen.
Neben der Sichtung des Videomaterials waren auch die Arbeiten am Tatort intensiv. Zum Einsatz kamen dabei sogenannte Mantrailer-Hunde, die speziell ausgebildet sind, um anhand von Geruchsspuren Ermittlungen zu unterstützen. Die Leitung der Untersuchung obliegt der Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Die Ermittler und die Politik vermuten hinter dem Angriff eine linksextremistische Tat. Kai Wegner, der Regierende Bürgermeister von Berlin, sowie die Innensenatorin Iris Spranger äußerten sich in drastischen Worten zum Vorfall und sprachen von 'Linksterrorismus'.

