Strategisches Schweigen: EU einigt sich mit Trump auf Zolldeal
Die jüngsten Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA unterstreichen die Kunst der Diplomatie, bei der insbesondere Ursula von der Leyen ihre strategischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Während eines Treffens mit US-Präsident Donald Trump am vergangenen Sonntag gelang es der Präsidentin der Europäischen Kommission, das Risiko drastischer Zollsteigerungen abzuwenden. Trotz der Herausforderung, mit einem unberechenbaren Gesprächspartner wie Trump umzugehen, verliefen die Verhandlungen zur Zufriedenheit der EU.
Interessanterweise scheint die EU eine innovative Kommunikationsstrategie gefunden zu haben, die der wortreichen Rede Trumps, die gar die Abschaffung europäischer Windkraft forderte, mit stoischer Ruhe begegnete. Diese Taktik des nicht-reagierenden Zuhörens, auf die auch Bundeskanzler Friedrich Merz während seines letzten Besuchs im Weißen Haus zurückgriff, bewährte sich erneut. Ein Ansatz, der diametral zur gescheiterten Anbiederung von Nato-Generalsekretär Mark Rutte steht, der das Bündnis in eine peinliche Lage brachte.
Der Erfolg dieser zurückhaltenden Diplomatie kann sich sehen lassen: Die EU bleibt von den ursprünglich drohenden 30-prozentigen Zollanhebungen verschont. Das erzielte Abkommen, wenn auch nicht perfekt, stellt definitiv einen besseren Ausgang als ursprünglich befürchtet dar.

