Stratec trotzt Widrigkeiten und bleibt optimistisch auf Kurs
Der Diagnostikspezialist Stratec beweist Zuversicht, auch wenn das zweite Quartal mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen enttäuschte. Verantwortlich für die Einbußen waren maßgeblich negative Währungseffekte. Während die Umsätze nur geringfügig sanken, musste das Unternehmen vor allem beim operativen Ergebnis deutliche Verluste hinnehmen.
Erfreulicherweise zeigte sich die Börse von der Bestätigung der Jahresprognose beeindruckt: Die Aktie stieg im frühen Handel um über acht Prozent und erreichte damit die Spitze des SDax. Besonders bemerkenswert ist der Kursanstieg, da Stratec im Mai kurzzeitig aus dem Index der kleineren Unternehmenswerte ausschied und erst im Juni zurückkehren konnte. Der Kurs erholt sich langsam von früheren Tiefstständen, bleibt aber über die letzten vier Jahre betrachtet noch deutlich hinter den Spitzenzeiten zurück, als die Aktie kurzzeitig fast 150 Euro wert war.
Aktuell stabilisiert sich das Molekulardiagnostik-Geschäft, während das Entwicklungs- und Dienstleistungsgeschäft die größten Zuwächse verzeichnet. Der Gesamterlös im zweiten Quartal, bereinigt um Währungseffekte, stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Prozent, sank jedoch auf 58,2 Millionen Euro aufgrund ungünstiger Wechselkurse. Das bereinigte operative Ergebnis fiel stärker als erwartet auf etwa 3,1 Millionen Euro.
Konzernchef Marcus Wolfinger zeigt sich dennoch optimistisch und prognostiziert für das Gesamtjahr eine operative Marge von 10 bis 12 Prozent, trotz eines Rückgangs im ersten Halbjahr 2025. Stratec rechnet zudem im zweiten Halbjahr mit Rückenwind für die Ebit-Marge durch Skalierungseffekte und gesteigerte Leistung aus Entwicklungsumsätzen. Zum Jahresumsatz erwartet das Management einen währungsbereinigten Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

