Strait of Hormuz als Dreh- und Angelpunkt der globalen Energieversorgung: Shell wappnet sich vor Engpässen
In der angespannten Situation rund um den Persischen Golf entwickelt Shell, einer der Hauptakteure im globalen Handel mit Öl und Erdgas, mögliche Strategien für den Fall, dass der Konflikt zwischen Israel und Iran die Handelsströme destabilisiert. Wael Sawan, CEO des Energieriesen, erläuterte auf dem Japan Energy Summit & Exhibition in Tokio, dass eine Blockade der Meerenge von Hormus zu einem massiven Einbruch im Welthandel führen könnte, weshalb das Unternehmen für den Ernstfall gewappnet ist.
Der globale Energiemarkt beobachtet gespannt die Entwicklungen im Nahen Osten. Trotz eines sprunghaften Anstiegs der Ölpreise durch die anhaltenden Spannungen, blieben bislang größere Unterbrechungen in der Energielieferung aus. Dennoch bleiben Händler in Alarmbereitschaft, denn etwa ein Viertel des weltweiten Ölhandels wird durch die strategisch bedeutende Wasserstraße geleitet, die den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet.
Vergangene Handlungen Irans, wie die Beeinträchtigung von Schiffstransporten an diesem Engpass, sorgen für zusätzliche Bedenken. Berichte über Störungen bei den Signalen der Schifffahrtsnavigation verstärken die Herausforderungen in der Region. Shell ergreift daher Vorsichtsmaßnahmen bei seinen Transporten im Nahen Osten.
Zusätzlich wurden jüngst auch von anderer Seite Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Katar forderte Tanker auf, vor der Durchfahrt zu warten, und das japanische Transportunternehmen Nippon Yusen KK mahnte an, in iranischen Gewässern ausreichend Abstand zur Küste zu halten.

