Stop Killing Games: Petition zum Erhalt digitaler Spiele knackt Millionenmarke
Eine europaweite Petition zum Erhalt digitaler Videospiele hat innerhalb kürzester Zeit die symbolische Marke von einer Million Unterstützern überschritten. Die Initiative mit dem Titel Stop Killing Games richtet sich gegen das gängige Vorgehen vieler Publisher, Spiele mit Online-Zwang nach Abschaltung der Server dauerhaft unbrauchbar zu machen - selbst dann, wenn Konsumenten für diese Spiele bereits bezahlt haben.
Ins Leben gerufen wurde die Bewegung vom Gaming Content Creator Ross Scott. Ziel ist es, rechtlich gegen die Praxis vorzugehen, digitale Inhalte ohne vorherige Ankündigung unzugänglich zu machen. Bereits am 02.07.25 wurde die Marke von 800.000 Unterschriften überschritten, nur einen Tag später war das angestrebte Quorum von einer Million erreicht - ein bedeutender Schritt im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative.
Parallel dazu hat eine ähnliche Petition in Großbritannien mit über 130.000 Unterzeichnern die notwendige Schwelle für eine parlamentarische Debatte überschritten. Die Initiatoren fordern gesetzliche Regelungen auf EU-Ebene, die sicherstellen sollen, dass einmal erworbene Spiele auch langfristig spielbar bleiben.
Die Europäische Kommission wird sich jetzt voraussichtlich mit dem Anliegen befassen. In Aussicht steht ein regulatorischer Vorstoß, der sowohl Verbraucherrechte stärkt als auch den Erhalt digitaler Kulturgüter absichern könnte. Damit bekommt die Debatte um digitale Besitzrechte neue Relevanz, auch über die Gaming-Branche hinaus.

