Steve Cohen: Triumphe in Finanzen, Rückschläge im Baseball
Steve Cohen, bekannt als finanzieller Vordenker und Eigentümer der New York Mets, musste sich in der Baseballwelt geschlagen geben, doch sein Hedgefonds Point72 Asset Management stellte neue Maßstäbe auf. Mit beeindruckenden 19% Rendite im Jahr 2024 übertraf Point72 sowohl die Konkurrenz als auch den Großteil der Hedgefonds-Industrie. Im Vergleich dazu konnte der Fonds im Vorjahr 10,6% erwirtschaften.
Mit einem verwalteten Vermögen von 35 Milliarden Dollar Mitte 2024 sah sich Point72 mit der erfreulichen Herausforderung konfrontiert, zu viel Anlegerkapital effektiv einsetzen zu müssen. Daher plant die Firma, zwischen 3 und 5 Milliarden Dollar an Gewinnen Anfang 2025 an die Investoren zurückzugeben. Angesichts der Zufriedenheit der Anleger wurde auch eine Anpassung der Gebührenstruktur beschlossen: Künftig werden Kosten, die Cohen zuvor selbst ausglich, auf die Investoren umgelegt, was die Kosten geringfügig erhöhen dürfte.
Während Point72 an der Spitze der Hedgefonds steht, haben auch andere Schwergewichte wie Citadel mit 15,1% und Millennium Management mit 15% beachtliche Erträge erzielt. In einer Welt, in der Beständigkeit mehr geschätzt wird als explosive Wachstumsjahre, bevorzugen viele Investoren diese stabileren Erträge. Cohen, dessen Vermögen auf etwa 21 Milliarden Dollar geschätzt wird, hat nicht nur erhebliche Mittel in den Erwerb der Mets gesteckt, sondern auch in den Ausbau von Point72 investiert.
Kürzlich verkündete Cohen, dass er das aktive Trading für seinen eigenen Hedgefonds aufgeben möchte, um sich stärker auf den Ausbau von Point72 zu konzentrieren. Dazu gehört auch die Einstellung eines ehemaligen Blackstone-Experten, um ein Wachstum im Bereich der privaten Kredite zu fördern. Mit einem neuen eigenständigen Fonds für Investments in Künstliche-Intelligenz-Unternehmen, genannt Turion, wagt er zudem neue Wege.

