Steuertaktik: Forderung nach einem Steuerangriff zur Stabilisierung der britischen Finanzen
Rachel Reeves sieht sich einer Forderung der einflussreichen Denkfabrik Resolution Foundation ausgesetzt, eine Steuerinitiative in Höhe von 6 Milliarden Pfund gegen Rentner, Vermieter und Selbstständige zu lancieren. Die Stiftung, bekannt für enge Verbindungen zu hochrangigen Regierungspersonen, schlug vor, den National Insurance Beitrag um 2 Pence zu senken und diese Summe auf die Einkommensteuer zu übertragen. Die Intervention erfolgt etwa einen Monat vor der Veröffentlichung eines entscheidenden Budgets.
Im Zuge der Überlegungen, wie ein geschätztes Finanzdefizit von 20 Milliarden Pfund überwunden werden kann, würde dieser Schritt, laut der Foundation, 6 Milliarden Pfund einbringen. Dies würde insbesondere jene betreffen, die keinen Arbeitnehmer-Nationalversicherungsbeitrag leisten, darunter Rentner, Vermieter und Selbstständige. Etwa 8,7 Millionen Rentner sowie 4,3 Millionen Selbstständige in Großbritannien wären von dieser Maßnahme betroffen.
Die Resolution Foundation hat sich seit Jahren als Ideenschmiede der Labour-Politik etabliert. Torsten Bell, ehemals geschäftsführender Direktor der Stiftung, hat die Regierungslaufbahn schnell erklommen und spielt eine zentrale Rolle bei der Budgeterstellung. Auch Dan Tomlinson und Richard Hughes, beide ebenfalls mit der Stiftung verbunden, bekleiden Schlüsselpositionen in der Finanzpolitik.
Die Denkfabrik schlägt zudem vor, das Einfrieren der Einkommenssteuergrenzen um zwei Jahre zu verlängern, was schätzungsweise 7,5 Milliarden Pfund pro Jahr einbringen könnte. Die Vorschläge der Resolution Foundation stehen sinngemäß im Einklang mit dem Wahlprogramm der Partei, das Steuererhöhungen vermeiden wollte.
Inmitten der Debatte um die finanzielle Stabilität warnte der British Retail Consortium, dass steigende Kosten die Inflation weiter anheizen könnten. Diese Entwicklung sorgt für Kontroversen: Kritiker befürchten, dass die Steuererhöhungen der Wirtschaft schaden und das Wachstum hemmen könnten.

