Steinmeier ruft zur schnellen humanitären Hilfe im Gaza-Streifen auf
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die europäischen Staaten aufgefordert, zügig ihren Beitrag zur Verbesserung der humanitären Lage im Gaza-Streifen zu leisten. Bei einem Besuch in Andernach, Rheinland-Pfalz, betonte Steinmeier die Verantwortung Europas, zur Stabilisierung und Entspannung der angespannten Situation beizutragen. Er wies darauf hin, dass dieser Prozess, der nicht nur dem US-Präsidenten obliege, äußerst herausfordernd sein werde. In dieser kritischen Phase sei es zentral, schnell zur Verbesserung der humanitären Verhältnisse beizutragen, ein Ziel, zu dem sich Deutschland ausdrücklich bereit erklärt habe.
Steinmeier verleiht seiner Hoffnung auf politischen Fortschritt Ausdruck und hebt hervor, dass Europa in den kommenden Wochen vor der wichtigen Aufgabe stehe, sich aktiv mit eigenen Mitteln einzubringen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es gelinge, eine politische Perspektive für den gesamten Nahen Osten zu entwickeln, die ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern ermögliche. Dieser Weg sei zwar langwierig, doch sei es entscheidend, das aktuell verfügbare Momentum nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.
Zusätzlich bezeichnete der Bundespräsident die Freilassung der israelischen Geiseln aus Hamas-Gewalt als "einen ausgesprochen glücklichen Tag". Er habe sich zuvor in mehr als sieben Treffen mit den Angehörigen, von denen viele auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, ausgetauscht. Aus diesem Grund sei es Deutschland ein besonderes Anliegen gewesen, die Freilassung der Geiseln zu erreichen.

