Steinmeier bekräftigt Bedeutung des Mercosur-Abkommens
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Berlin die Bedeutung des Freihandelsabkommens Mercosur zwischen der EU und lateinamerikanischen Ländern für die deutsche Agrarwirtschaft hervorgehoben. Trotz der anhaltenden Skepsis unter den deutschen Landwirten, nach 25 Jahren Verhandlungen mit Südamerika, betonte Steinmeier die Notwendigkeit neuer Allianzen angesichts der globalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen bei der Eröffnungsfeier der Grünen Woche. Er verwies darauf, dass insbesondere jetzt, in Zeiten zunehmender internationaler Herausforderungen, ein starkes, geeintes Auftreten Europas erforderlich sei, um die internationale Zusammenarbeit in der Landwirtschaft aktiv mitzugestalten. Aus diesem Grund sei das Mercosur-Abkommen von entscheidender Bedeutung. Erst kürzlich hatte die EU den Weg für die Freihandelszone mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay freigemacht, die Unterzeichnung des Abkommens soll bald in Paraguay erfolgen.
Darüber hinaus warnte Steinmeier eindringlich vor den Auswirkungen der Klimakrise und den damit verbundenen Naturphänomenen in Deutschland. Die Landwirtschaft, als sowohl Betroffene als auch Verursacherin der Entwicklungen, müsse angemessen reagieren, um die Dynamik des Klimawandels abzuschwächen.
Die Internationale Grüne Woche, die nun ihre 90. Ausgabe feiert, erwartet rund 325.000 Besucher und zeigt auf dem Berliner Messegelände agrarwirtschaftliche Spezialitäten aus verschiedenen Regionen Deutschlands und aus etwa 50 Ländern. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr das Partnerland der Agrarschau.

