Analyst: Stille Liquiditätskrise in Japan könnte nächsten Krypto-Crash auslösen

Der nächste Rückgang von Bitcoin könnte nicht innerhalb der Kryptomärkte beginnen, sondern durch verschärfte Liquiditätsbedingungen in Japan ausgelöst werden.
Analyst Ted Pillows argumentiert, dass steigende japanische Anleiherenditen als potenzieller Auslöser wirken könnten, der sich auf die globalen Märkte ausbreitet und sich negativ auf digitale Vermögenswerte auswirkt.
Japanische Renditen und globaler Liquiditätsdruck
Pillows schrieb am 30. März auf X, dass sich die langjährige Niedrigzinsumgebung in Japan zu ändern beginnt und dass höhere langfristige Anleiherenditen das Finanzsystem unter Druck setzen. Er wies darauf hin, dass steigende Kreditkosten den Wert bestehender Anleihen senken, was Banken und Pensionsfonds Verluste beschert.
Diese Verluste verringern das Vertrauen und machen Institutionen vorsichtiger im Umgang mit Geld. Diese erhöhte Vorsicht und das mangelnde Vertrauen führen oft zu einem Prozess, den der Analyst als „Liquiditätsverknappung“ bezeichnet, bei dem weniger Geld durch das System fließt.
Historisch gesehen hat Japan durch den sogenannten Yen-Carry-Trade eine große Rolle in der globalen Liquidität gespielt. Dabei leihen sich Investoren in Yen, was viel günstiger ist, und investieren dieses Geld dann in risikoreichere Vermögenswerte im Ausland. Laut Pillows wird diese Strategie jedoch mit steigenden Renditen weniger attraktiv, was dazu führt, dass Investoren ihre Mittel zurückziehen. Letztendlich kann diese Verschiebung die Liquidität auf den globalen Märkten, einschließlich der Kryptomärkte, verringern.
„When liquidity tightens, people reduce risk and sell volatile assets like crypto,“ erklärte der Marktbeobachter. „This is why $BTC and especially altcoins often drop during these periods.“
Diese Veränderung im Kapitalfluss wurde bereits Anfang des Jahres angedeutet, als die 30-jährige JGB-Rendite um 30 Basispunkte in einer einzigen Sitzung explodierte, der höchste Stand seit der Einführung der Anleihe im Jahr 1999. Dies folgte auf den Aufruf des japanischen Premierministers Sanae Takaichi zu erhöhten Staatsausgaben und gleichzeitigen Steuersenkungen vor den vorgezogenen Wahlen im Februar.
Die Wahlen brachten Takaichi ein starkes Mandat, was Beobachter damals als kurzfristig negativ für BTC einstuften, da die straffere globale Liquiditätsumgebung, die sich aus den fiskalischen Maßnahmen des Premierministers ergeben könnte, als belastend angesehen wurde.
Schwächere On-Chain-Signale erhöhen den Druck
Pillows' Besorgnis kommt zu einer Zeit, in der Marktaktivitäten beobachtet werden, wie Bitcoin's jüngster Rückgang unter $65.000 und der anschließende Anstieg auf fast $68.000. Diese Veränderungen standen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten, einschließlich der regelmäßigen Kommentare des US-Präsidenten Donald Trump zur Situation. Aufgrund dessen hatte BTC Schwierigkeiten, höhere Niveaus zu halten, insbesondere nachdem der Widerstand um $72.000 nicht durchbrochen werden konnte.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde die Kryptowährung knapp unter der $68.000-Marke gehandelt, was sie über 46% unter ihrem Allzeithoch von Oktober 2025 hält. In der Zwischenzeit hat der CryptoQuant-Beitragende Sunny Mom eine Divergenz in der On-Chain-Struktur von Bitcoin festgestellt, da die Walsammlung, die die Preise im Januar unterstützte, nun negativ geworden ist.
Darüber hinaus ist das Exchange Whale Ratio, das große Zuflüsse zu Handelsplattformen im Verhältnis zu den gesamten Börsenzuflüssen misst, in den letzten drei Monaten stetig gestiegen, wobei der 30-Tage-Durchschnitt nun 0,6 erreicht. In der Vergangenheit traten hohe Werte normalerweise kurz vor einem Verkaufsdruck auf dem Markt auf.

