Steigende Importe belasten deutsche Handelsbilanz – Exportüberschuss sinkt deutlich
Deutschlands Außenhandelsbilanz hat sich im ersten Halbjahr 2025 spürbar verschlechtert. Zwar blieben die Exporte mit 786,0 Milliarden Euro nahezu stabil (–0,1 % gegenüber Vorjahr), doch die Importe stiegen kräftig um 4,4 % auf 682,0 Milliarden Euro.
In der Folge schrumpfte der Exportüberschuss von 133,7 auf 104,0 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Treiber dieser Entwicklung waren vor allem höhere Einfuhren aus China, die im Jahresvergleich um 10,7 % zulegten. Auch die Niederlande und die USA lieferten mehr Waren nach Deutschland.
Auf der Exportseite hingegen zeigte sich ein Rückgang der Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um 3,9 % auf 77,6 Milliarden Euro, insbesondere bei Autos, Autoteilen und Maschinen. Dennoch bleiben die USA wichtigster Einzelmarkt für deutsche Produkte.
Stabilität brachte vor allem das Geschäft innerhalb der Europäischen Union: Die Ausfuhren in EU-Staaten stiegen auf 435,5 Milliarden Euro, ein Plus von 1,2 %. Besonders stark wuchs die Nachfrage aus Polen, das seine Importe aus Deutschland deutlich erhöhte.

