Steigende Beschwerden über unerwünschte Telefonanrufe: Bundesnetzagentur zieht Bilanz
Die Bundesnetzagentur meldet ein erneutes Ansteigen der Beschwerden über unerwünschte Telefonanrufe. Im vergangenen Jahr gingen 39.842 schriftliche Eingaben ein, was einem Anstieg von 2.281 im Vergleich zu 2024 entspricht. Dennoch bleibt dies unter dem bisherigen Höchststand von 79.702 aus dem Jahr 2021. Die Beschwerden betreffen hauptsächlich Telefongewinnspiele, aber auch Dienstleistungen sowie Strom- oder Gasverträge und Bauprodukte.
Ein besonderer Rückgang ist bei Beschwerden über Photovoltaikanlagen zu verzeichnen. Diese Entwicklung erklärt die Bundesnetzagentur mit erhöhten Strafen, die abschreckend wirken: Unseriöse Vermarkter von Solaranlagen erhielten vermehrt Bußgelder, was anscheinend zur Vorsicht mahnt.
Nach deutschem Recht sind Werbeanrufe ohne vorherige Zustimmung der Angerufenen illegal. Die Zustimmung kann zudem jederzeit widerrufen werden, und weitere Anrufe sind dann unzulässig. Die Möglichkeit zur Beschwerde besteht über die Webseite der Bundesnetzagentur.
Im vergangenen Jahr wurden Strafen in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro gegen Werbefirmen verhängt, 0,3 Millionen weniger als im Jahr 2024. Neu ist auch die Bestrafung für mangelnde Dokumentation von Werbeeinwilligungen, seit diese Vorschrift 2021 eingeführt wurde. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betont die Bedeutung der Maßnahmen für den Schutz der Verbraucher sowie den fairen Wettbewerb.

