Steam Deck: Neues Beta-Update bringt Downloads bei ausgeschaltetem Display
Valve hat einmal mehr bewiesen, dass sie ein offenes Ohr für die Community haben und rollt ein ebenso simples wie geniales Quality-of-Life-Upgrade für das Steam Deck aus, auf das unzählige Nutzer sehnsüchtig gewartet haben. Der Handheld-PC lernt endlich, Spiele und Updates bei ausgeschaltetem Display in einem speziellen Energiesparmodus herunterzuladen, um sich nach getaner Arbeit automatisch in den Schlafmodus zu verabschieden. Was nach einer kleinen Anpassung klingt, ist in Wahrheit eine fundamentale Verbesserung, die einen der größten Reibungspunkte im täglichen Umgang mit dem Gerät elegant beseitigt. Die Zeiten leuchtender Bildschirme in dunklen Schlafzimmern sind gezählt.
Die intelligente Mechanik im Hintergrund
Dieses lang ersehnte Feature ist ab sofort in den Beta- und Preview-Kanälen des Steam Deck-Clients live und zielt darauf ab, die Wärmeentwicklung sowie den Stromverbrauch bei langen Installationen drastisch zu reduzieren. Valves Ankündigung beschreibt die Funktionsweise präzise: Das Gerät kann nun alle aktiven Downloads in einem neuen, displaylosen Niedrigenergiemodus abschließen, bevor es in den Ruhezustand übergeht. Standardmäßig ist diese Funktion aktiviert, wenn der Handheld am Stromnetz hängt. Eine manuelle Aktivierung für den Akkubetrieb findet sich in den Energieeinstellungen. Drückt man während eines laufenden Downloads den Power-Knopf, erscheint nun eine Abfrage, ob der Vorgang im neuen Modus fortgesetzt werden soll.
Ein Gewinn auf ganzer Linie
Weckt man das Gerät während des Prozesses kurz auf, zeigt ein übersichtlicher Statusbildschirm den Fortschritt an, bevor man entscheiden kann, ob man den Vorgang fortsetzen oder das Gerät wieder in den Dunkelmodus schicken möchte. Für Besitzer des Handhelds, die regelmäßig mit großen Patches und Neuinstallationen jonglieren, stellt diese Änderung eine enorme Erleichterung dar. Statt das Steam Deck stundenlang an einen hell leuchtenden Bildschirm zu fesseln, kann man nun einfach Downloads in die Warteschlange einreihen, den Power-Knopf betätigen und die Hardware den Rest erledigen lassen. Besonders für Besitzer des OLED-Modells, bei denen das Wärmemanagement bei längeren Datentransfers eine Rolle spielt, ist dies ein unschätzbarer Vorteil.
Das Gefühl einer echten Konsole
Unterm Strich ist es ein kleiner Schalter mit einer gewaltigen Wirkung. Downloads bei ausgeschaltetem Display lassen das Steam Deck noch mehr wie eine echte Konsole anfühlen, indem die langweiligen, aber notwendigen Aspekte des PC-Gamings elegant im Hintergrund ablaufen. Sobald diese Funktion die Testphase verlässt und für alle Nutzer ausgerollt wird, gibt es kaum noch einen Grund, den Bildschirm für den Abschluss eines Patches stundenlang leuchten zu lassen. Valve hat einen Nerv getroffen und liefert eine Lösung, die so logisch wie brillant ist.


