Start-up Newlifejobs kämpft trotz Absage in der „Höhle der Löwen“ weiter um Investoren
Mit seinem Versprechen „Dein Traumjob in Deutschland – in nur ein paar Klicks“ wirbt Newlifejobs um internationale Talente. Auf der Plattform können sich Bewerber aus mittlerweile über 20.000 Profilen registrieren, während Firmen unkompliziert Suchaufträge einstellen. Bei erfolgreicher Vermittlung verdient das Start-up über Provisionen. Gründerpaar Tetyana und Ralf Mühlen sowie Entwickler Leon Eichhorst mussten die VOX-Sendung zwar ohne Deal verlassen – seitdem hat sich das Projekt jedoch spürbar weiterentwickelt.
Das Team arbeitet inzwischen mit mehr als 300 Netzwerken weltweit zusammen und hat gelernt, welche Qualifikationen in welchen Regionen besonders gefragt sind: So gebe es in Ägypten zahlreiche IT-Fachkräfte, während Rumänien exzellente Schweißer hervorbringe. Neben klassischen Fachkräften suchen Unternehmen über die Plattform zunehmend auch ungelernte Arbeitskräfte – etwa in der Logistik, wo trotz guter Bezahlung Stellen oft unbesetzt bleiben.
Besonderes Augenmerk legen die Gründer auf nachhaltige Integration. Viele Firmen würden ihre neuen Mitarbeiter aus dem Ausland aktiv unterstützen – etwa mit Wohnungen, gemeinschaftlichen Aktivitäten oder einfachen Orientierungshilfen im Alltag. „Es reicht nicht, Leute busweise nach Deutschland zu bringen. Entscheidend ist, dass es langfristig passt – wie bei Tinder“, sagt Ralf Mühlen.
Große Hürden bleiben die bürokratischen Prozesse rund um Visa und Anerkennung von Abschlüssen. Hier arbeitet Newlifejobs mit Partnern zusammen, um Unternehmen zu entlasten. Dennoch sei klar: Wer wirklich nach Deutschland kommen wolle, müsse langfristig bleiben wollen – Saisonarbeit oder „schnelles Geld“ passten nicht ins Konzept.
Finanziell sucht das Start-up nun einen strategischen Investor, der nicht nur Kapital, sondern auch das Mindset und vielleicht einen eigenen Bedarf an Arbeitskräften mitbringt. Denn das Ziel der Gründer ist ambitioniert: Den deutschen Arbeitsmarkt nachhaltig zu stärken – und dabei ein funktionierendes Geschäftsmodell aufzubauen.

