Starke US-Konjunkturdaten belasten Staatsanleihen - Stabilisierung in Sicht
Am Dienstag mussten die Kurse von US-Staatsanleihen Rückschläge hinnehmen. Ursächlich hierfür waren überraschend robuste Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, die für Volatilität auf dem Markt sorgten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen fiel um 0,07 Prozent auf 112,27 Punkte, während die Rendite dieser Anleihen einen Anstieg auf 4,17 Prozent verzeichnete. Beim Handel gaben Marktteilnehmer an, dass das Volumen aufgrund der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage merklich zurückgegangen sei. Gleichzeitig blieben die Bewegungen bei deutschen Anleihen trotz der positiven US-Daten gedämpft.
Mit einem beeindruckenden Wirtschaftswachstum im dritten Quartal, dem stärksten der letzten zwei Jahre, überraschte die US-Wirtschaft alle Experten. Insbesondere der Konsum trug maßgeblich zum Aufschwung des Bruttoinlandsprodukts bei, während sich die Auswirkungen des temporären Stillstands von Regierungsbehörden erst in den kommenden Monaten zeigen werden. Auch die Produktion des verarbeitenden Gewerbes übertraf im November die Erwartungen.
Der US-Experte Stephan Bales von KfW Research lobte die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft und sieht nach den unbeständigen ersten sechs Monaten des Jahres Anzeichen einer deutlichen Stabilisierung. Für das kommende Jahr prognostiziert er ebenfalls ein solides Wirtschaftswachstum für die USA.
Trotz dieser positiven Aussichten wurden die Hoffnungen auf sinkende Leitzinsen fürs Erste gedämpft. Vor dem Jahreswechsel stehen lediglich einige wenige wichtige Wirtschaftsdaten aus. Am Mittwoch werden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet, die weitere Aufschlüsse geben könnten.

