Starke Quartalszahlen bei Nike beleben den Sportartikelsektor
Die Veröffentlichung beeindruckender Quartalszahlen durch das US-Unternehmen Nike hat am Mittwoch zu positiven Impulsen im Sportartikelsektor sowohl in den USA als auch in Deutschland geführt. Die Nike-Aktie konnte in New York bemerkenswerte 5,4 Prozent zulegen und erreichte einen Wert von 73,52 US-Dollar. Diese Performance übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich und führte auch zu einem Anstieg der Anteilscheine der deutschen Wettbewerber Adidas und Puma, die um respektive 4,00 und 3,2 Prozent stiegen.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass der Umstrukturierungsprozess bei Nike erfolgreich voranschreitet. Trotz vorheriger Herausforderungen gelang es dem weltweit größten Sportartikelhersteller, seinen Umsatz leicht zu steigern, insbesondere im Großhandelsgeschäft. Doch bleibt die gesamte Branche mit der US-Zollpolitik konfrontiert, die durch die Produktion in Asien erschwert wird.
An diesem Tag behielt jedoch die positive Stimmung die Oberhand. In Anlehnung an Nikes beliebten Werbeslogan "Just Do It" rieten Analysten wie Randal Konik von Jefferies und Matthew Boss von JPMorgan zu einem beherzten "Just Buy It". Gleichzeitig äußerte sich Paul Lejuez von der Citigroup positiv über die breite Verbesserung der Geschäftsebenen.
Dennoch bleibt am Markt eine gewisse Vorsicht bestehen. Seit ihrem Tiefpunkt im April hat sich die Nike-Aktie bereits um rund 40 Prozent erholt, was die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erholung in Frage stellen könnte. Einige Stimmen im Markt hatten spekuliert, dass dieser Anstieg bereits eingepreist sei.
Die Nike-Aktien waren im Sommer sogar kurzzeitig auf 80 Dollar geklettert, blieben jedoch deutlich unter ihrem Rekordhoch von 179 Dollar aus dem Jahr 2021. Der Chef-Analyst der UBS, Robert Krankowski, warnt, dass Nikes Fortschritte an Adidas Anforderungen für weiteres Wachstum stellen könnten. Denn in der Vergangenheit gelang es beiden Konzernen nur selten, gleichzeitig die Branche zu übertreffen.
Dies könnte auch den Turnaround von Puma beeinträchtigen. Die kanadische Firma Lululemon profitierte hingegen nur marginal von Nikes Aufwind. Konik von Jefferies wies darauf hin, dass in China strukturelle Herausforderungen bestehen, die Lululemons Expansion erschweren könnten.

