Starke Performance: GSK übertrifft Markterwartungen und hebt Prognosen an
Der britische Arzneimittelkonzern GSK setzt seinen erfolgreichen Kurs fort und überrascht erneut positiv. CEO Emma Walmsley sieht den Konzern gut aufgestellt und optimistisch in Richtung 2025 blickend, prognostiziert sie höhere Umsätze und Gewinne als bisher angenommen. In ihrer jüngsten Mitteilung lobt Walmsley die „starke Leistung“ des Unternehmens über das letzte Quartal, das GSK auch für 2026 in eine vorteilhafte Ausgangslage versetze, um die langfristigen Wachstumsziele zu erzielen. Die Börse reagierte prompt darauf: Bereits kurz nach Handelsstart verzeichnete die Aktie ein Plus von nahezu vier Prozent.
Das dritte Quartal erwies sich als äußerst dynamisch für GSK, wobei alle Unternehmensbereiche zum Wachstum beitrugen. Besonders die Sparte der Spezialmedikamente sowie neue Impfstoffe erzielten herausragende Ergebnisse. Der Gesamtumsatz stieg um sieben Prozent auf fast 8,6 Milliarden britische Pfund, was umgerechnet etwa 9,8 Milliarden Euro entspricht. Unter Einbeziehung währungsbereinigter Faktoren verzeichnet GSK ein Wachstum von acht Prozent – Analysten hatten damit nicht gerechnet.
Für das laufende Geschäftsjahr hat GSK die Prognosen abermals angehoben: Der währungsbereinigte Umsatz soll nun um sechs bis sieben Prozent zulegen. Bereits im Juli hatte Walmsley das obere Ende der früheren Spanne von drei bis fünf Prozent angedeutet. Die Erwartungen an den bereinigten Betriebsgewinn für 2025 wurden zudem nach oben korrigiert. GSK peilt nun einen Anstieg zwischen neun bis elf Prozent an, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um zehn bis zwölf Prozent wachsen soll. Dies übertrifft die bisherigen Planungen, die ein Wachstum von maximal sechs bis acht Prozent vorsahen. Alle Prognosen berücksichtigen Währungsanpassungen und bestehende US-Zölle.
Im dritten Quartal stieg der bereinigte Betriebsgewinn auf fast drei Milliarden Pfund an, mit einer währungsbereinigten Steigerung von elf Prozent – auch hier übertraf GSK die Einschätzungen der Experten. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung waren erhöhte Lizenzeinnahmen. Der Nettogewinn für die Aktionäre belief sich auf gut zwei Milliarden Pfund. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte ein kostspieliger Rechtsvergleich im Zusammenhang mit dem Magenmittel Zantac GSK noch einen Verlust von 58 Millionen Pfund eingebracht.

