Starke Gewinne an der Wiener Börse: Österreicher im Aufwind
Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit klaren Kursgewinnen aufgewartet. Der Leitindex ATX erhöhte sich um bemerkenswerte 1,37 Prozent und schloss bei 4.699,72 Punkten. Auch jenseits der Alpen knackten die europäischen Börsen die Gewinnzone. Während lokale Nachrichten Mangelware waren, rückten internationale Themen in den Vordergrund.
In der Eurozone verzeichnete die Inflation im September einen Anstieg auf 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Zuwachs entsprach den Prognosen von Volkswirten und zog an den Finanzmärkten kaum Reaktionen nach sich. Bemerkenswert ist, dass die Inflation in Österreich nach wie vor bei stolzen 4,0 Prozent verharrt.
In den USA sorgte der ungelöste Haushaltsstreit im Kongress, der zu einem Regierungsstillstand führte, für Aufsehen – ein Umstand, der Analysten der Helaba wenig in Sorge versetzt; bisher blieben die Marktreaktionen überschaubar. Für neuen Diskussionsstoff sorgten zudem enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA. Dort wurde im September ein unerwarteter Abbau von 32.000 Arbeitsplätzen verzeichnet, was Spekulationen über eine mögliche Leitzinssenkung aufkommen lässt.
An den Börsen Europas glänzten vor allem Pharma- und Stahlaktien. In Wien ragten Voestalpine-Aktien mit einem Plus von sechs Prozent heraus. Noch beeindruckender setzten Frequentis-Papiere ihren Höhenflug mit einem Sprung von 8,1 Prozent fort – die Jahresbilanz der Titel zeigt ein atemberaubendes Plus von fast 190 Prozent. Während Bankaktien uneinheitlich tendierten, konnten die Investoren der Erste Group ein Plus von 2,7 Prozent bejubeln. Die Papiere der Raiffeisen Bank International büßten hingegen 2,4 Prozent ein. Die Bawag verzeichnete ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Bei den Schwergewichten legten Andritz um 1,7 Prozent und OMV um 1,8 Prozent zu. Auch die Verbund-Titel legten um 1,3 Prozent zu.

