Starbucks: Schließt Filialen und Strafft Personal zum Turnaround
Starbucks hat bekannt gegeben, dass es einige seiner Filialen schließen wird, da deren strategische Neuausrichtung in diesen Standorten nicht fruchtet. Der CEO, Brian Niccol, betonte in einem öffentlich zugänglichen Schreiben, dass die physische Umgebung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an bestimmten Standorten nicht den Erwartungen der Kunden und Partner gerecht werden. Das in Seattle ansässige Unternehmen wird das laufende Geschäftsjahr mit 18.300 Niederlassungen in den USA und Kanada abschließen, was einem Rückgang von 1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Pläne für das kommende Jahr sehen jedoch eine Expansion vor.
Des Weiteren plant Starbucks den Abbau von 900 Mitarbeitern außerhalb des Einzelhandels, um Kosten zu senken und sich auf entscheidende Wachstumsfelder zu konzentrieren. Niccol hatte das Programm „Back to Starbucks“ ins Leben gerufen, um Cafés ansprechender zu gestalten und Kunden innerhalb von vier Minuten zu bedienen. Elemente wie neue Bestuhlung und die Rückkehr zu Keramikgeschirr sollen dazu beitragen, die Verweildauer der Kunden zu verlängern. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Verkäufe in vergleichbaren Filialen im Minus und die Erträge sind in den letzten sechs Quartalen gesunken.
Ein Lichtblick: Die Modernisierungsstrategie zeigt erste Erfolge, da Kunden modernisierten Filialen häufiger Besuche abstatten und dort länger verweilen. Transaktionen und Umsätze haben in Stoßzeiten zugenommen, was zeigt, dass das Konzept Anklang findet.
In der Zwischenzeit kämpft Starbucks sowohl in China als auch mit den Erwartungen der Investoren, die bei Niccols Amtsantritt hoffnungsvoll gestimmt waren. Zwar blieb der Aktienkurs über dem Niveau vor seiner Ankunft, erlitt jedoch einen deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr.

