Stagnation am EuroStoxx 50: Politische Turbulenzen in Frankreich bremsen Bewegung aus
Der EuroStoxx 50 zeigte sich am Dienstag nach den kräftigen Kursgewinnen zu Wochenbeginn nahezu unbewegt und verzeichnete einen leichten Anstieg um 0,11 Prozent auf 5.368,82 Punkte. Die Anleger agierten vorsichtig, nachdem die Mitte-Rechts-Regierung in Frankreich unter der Führung von François Bayrou nach einer gescheiterten Vertrauensfrage ihren Rücktritt einreichte.
Inmitten herausfordernder Haushaltsverhandlungen hatte Bayrou die Vertrauensfrage gestellt, verbunden mit einem klaren Votum für Sparmaßnahmen. Da sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nun erneut der Suche nach einem neuen Premierminister widmen muss, herrschte an den Märkten Zurückhaltung. Immerhin war der politische Wandel bereits erwartbar, sodass eine größere Marktreaktion zunächst ausblieb.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets erklärte dazu, dass die Abwahl weitgehend in den Preisen berücksichtigt war, was den schockreduzierenden Effekt erklärt. Dies spiegele auch eine Art Gewöhnung an politische Unsicherheiten wider, wie sie etwa in den USA unter Präsident Donald Trump zu beobachten war. Trotzdem betonte er die Bedeutung, die langfristigen politischen Risiken für die Finanzmärkte nicht zu vergessen.
Während der französische CAC 40 um 0,19 Prozent auf 7.749,39 Punkte stieg, zeigte sich der Schweizer Markt mit einem 0,26 Prozent Minus auf 12.281,09 Punkten schwächer. Der britische FTSE 100 jedoch profitierte mit einem Plus von 0,23 Prozent und erreichte 9.242,53 Zähler.

