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Stada zieht sich von der Börse zurück: CapVest tritt als neuer Hauptinvestor auf den Plan

01. September 2025, 11:10 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Stada hat CapVest als neuen Mehrheitsinvestor gewählt, was den geplanten Börsengang vorerst stoppt. Die bisherigen Eigner behalten Minderheitsanteile, während Stada auf Wachstum in der Pharmaindustrie setzt.

Der Arzneimittelhersteller Stada, mit Hauptsitz in Bad Vilbel, hat eine unerwartete Entscheidung in Bezug auf seine Eigentümerstruktur getroffen. Nachdem in den vergangenen Wochen spekuliert wurde, dass das Unternehmen einen Börsengang anstrebt, entschied sich Stada nun für einen neuen Mehrheitsinvestor: CapVest Partners, eine angesehene Investmentgesellschaft aus London. Diese Entwicklung kommt überraschend, insbesondere nach der Ankündigung von Stada-CEO Peter Goldschmidt, der öffentlich Pläne für einen Börsengang im Herbst bekannt gemacht hatte. Diese Pläne, ursprünglich aufgrund volatiler Marktbedingungen aufgeschoben, scheinen damit vorerst vom Tisch zu sein.

Trotz der Übergabe der Mehrheitsanteile an CapVest Partners werden die bisherigen Eigner, Bain Capital und Cinven, weiterhin eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen halten. Die genaue Höhe der Investition sowie der Kaufpreis wurden nicht offengelegt, obwohl der Unternehmenswert bei einem möglichen Börsengang auf rund zehn Milliarden Euro geschätzt wurde. Bain Capital und Cinven hatten Stada im Jahr 2017 für 5,3 Milliarden Euro erworben und von der Börse genommen.

Der Abschluss der Übernahme wird derzeit den Aufsichtsbehörden zur Genehmigung vorgelegt und wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Stada, bekannt für seine bekannten Markenprodukte wie Grippostad und Silomat, ist eine bedeutende Größe in der Pharmaindustrie und beschäftigt weltweit etwa 11.600 Mitarbeiter.

Im ersten Halbjahr 2025 zeigte sich das Unternehmen in einem wachsenden Markt für Spezialmedikamente gut positioniert, während jedoch die Kategorien rezeptfreier Produkte und Generika leichten Rückgängen ausgesetzt waren. Der Gesamtumsatz und das EBITDA des Unternehmens verzeichneten dennoch ein moderates Wachstum, obwohl sich Stada mit Schulden in Höhe von rund 5,7 Milliarden Euro belastet sieht. Diese Schulden sind großteils auf eine aggressive Akquisitionsstrategie der letzten Jahre zurückzuführen.

Ein strategisch wichtiger Schritt zur Anziehung neuer Investoren war die Ausgliederung des Russlandgeschäfts, das als potenziell hinderlicher Faktor für die geplanten Verkaufsaktivitäten eingestuft wurde. Diese Maßnahme unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität am Markt zu steigern.

Finanzen / Pharma / Börse / Investitionen / Übernahme
[InvestmentWeek] · 01.09.2025 · 11:10 Uhr
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