Stabilus-Aktie unter Druck: Sparmaßnahmen sollen zukunftsfähig machen
Die Aktien des Automobilzulieferers Stabilus mussten einen deutlichen Rückschlag hinnehmen, nachdem das Unternehmen ein umfassendes Sparprogramm bekanntgegeben hatte. An der Börse brach der Kurs um bis zu sechs Prozent ein und notierte am Mittag mit einem Minus von 4,6 Prozent bei 23,80 Euro – Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax. Diese Entwicklung unterbricht den jüngsten Kurserholungsversuch, da die Papiere unter die charttechnisch bedeutenden 21- und 50-Tage-Linien fielen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursminus somit auf mehr als 20 Prozent.
Grund für den Sparkurs ist das schwierige Marktumfeld, auf das Stabilus mit einem Stellenabbau von 450 Arbeitsplätzen reagiert. Die Kosten des Programms belaufen sich auf 18 Millionen Euro, was das Konzernergebnis im laufenden Jahr auf 25 Millionen Euro drückt – deutlich unter den Analystenerwartungen von 47,1 Millionen Euro.
Händler sehen die Maßnahmen zwar als notwendig an, doch sie verdeutlichen die weiterhin herausfordernde Marktsituation. Zugleich wird jedoch betont, dass Stabilus an seinen Prognosen für das Tagesgeschäft festhält, was das Vertrauen in die Erreichung der Ziele stärkt. Auch Warburg-Analyst Marc-Rene Tonn bleibt optimistisch und hält seine Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 44 Euro aufrecht, was einem möglichen Kursanstieg von 85 Prozent entspricht. Die Umstrukturierung, welche bis September 2026 voranschreiten soll, verspricht ab dem Geschäftsjahr 2027 Einsparungen von 19 Millionen Euro, die bis 2028 sogar auf 32 Millionen Euro ansteigen sollen.

