Stabilisierungstendenzen trotz US-Handelssorgen: Deutsche Staatsanleihen mit leichten Gewinnen
Am Mittwoch zeigten sich die deutschen Staatsanleihen von ihrer freundlichen Seite und verzeichneten leichte Kursgewinne. Der Euro-Bund-Future, der als richtungweisend gilt, legte um 0,07 Prozent auf 129,76 Punkte zu. Parallel dazu verharrte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen bei soliden 2,68 Prozent.
In den frühen Handelsstunden fehlten jedoch deutliche Impulse für den Markt, da weder aus der Eurozone noch aus den USA relevante Konjunkturdaten zu erwarten waren. Die Investoren richteten ihre Aufmerksamkeit daher vermehrt auf die Entwicklungen der US-Handelspolitik. Präsident Donald Trump sorgte zuletzt für Aufsehen, indem er die zuvor für diesen Mittwoch angesetzten US-Zölle auf den 1. August verschob. Mit seiner Ankündigung am Dienstag, dass es zu keiner weiteren Verschiebung kommen werde, blieb die Spannung hoch.
Trotz der Unwägbarkeiten äußerten sich die Experten der Commerzbank zuversichtlich. Ihrer Ansicht nach besteht eine gute Wahrscheinlichkeit für eine Stabilisierung am Rentenmarkt, insbesondere nachdem die jüngsten Anleiheauktionen in Deutschland und Portugal verdaut sind. Gleichwohl wird die Volatilität durch mögliche politische Entwicklungen nicht ganz vom Tisch gefegt.

