Stabile Hochs und Tiefs: Der Arbeitsmarkt zum Jahreswechsel
Die Bundesagentur für Arbeit legt die aktuellen Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland vor, und die Prognosen zeigen, dass die Arbeitslosigkeit im Dezember wahrscheinlich zugenommen hat. Dieses Phänomen ist zum Jahresende nicht unüblich, da viele Unternehmen aufgrund des bevorstehenden Jahreswechsels zurückhaltend bei Neueinstellungen sind. Auch die winterliche Kälte bremst den Arbeitsmarkt aus, insbesondere im Bauwesen und in der Landwirtschaft, wo wetterabhängige Tätigkeiten dominieren.
Der November brachte zwar eine leichte Erholung dank der Herbstbelebung, jedoch wirkte diese schwächer als in den Vorjahren. Insgesamt waren 2,885 Millionen Menschen im November arbeitslos gemeldet, was einem Zuwachs von 111.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,1 Prozent - ein Zeichen der derzeitigen wirtschaftlichen Trägheit.
Vorhersagen über den zukünftigen Trend bleiben verhalten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beobachtete im Dezember eine marginale Abnahme seines Arbeitsmarktbarometers, das mit 100,1 Punkten immer noch gerade so im positiven Bereich liegt. "Von einem Schrumpfen kann keine Rede sein, aber für spürbares Wachstum reicht es derzeit ebenfalls nicht", so Enzo Weber vom IAB. Der Frühindikator, der auf den Erwartungen der deutschen Arbeitsagenturen für die kommenden drei Monate basiert, zeigt damit keine klare Richtung auf.

