Staatsanleihen unter Druck: Dax erreicht neue Höhen
Am Mittwoch erlebten deutsche Staatsanleihen einen weiteren Rückgang, nachdem bereits am Vortag Verluste zu verzeichnen waren. Trotz der geringen Nachfrage nach festverzinslichen Papieren herrschte insgesamt eine positive Stimmung am Frankfurter Aktienmarkt.
Der Euro-Bund-Future, ein zentraler Indikator für die Marktbewegungen, fiel bis zum späten Nachmittag um 0,34 Prozent und notierte bei 129,85 Punkten. Dies führte zu einem Anstieg der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,64 Prozent.
Der Dax-Kurs erreichte im Tagesverlauf ein neues Rekordhoch. Investoren zeigten jedoch wenig Interesse an Bundesanleihen, was auf die kürzlich getätigten Aussagen der US-Notenbank Fed zurückzuführen ist.
Mehrere Vertreter der Federal Reserve signalisierten in den letzten Tagen, dass sie keine Eile mit Zinssenkungen haben, was allgemein zu einem Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten führte. Ein ähnlicher Trend war bei britischen Staatsanleihen zu beobachten.
Die Rendite für zehnjährige Anleihen stieg um 0,05 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent. Dieser Anstieg korreliert mit den aktuellen Inflationsdaten des Vereinigten Königreichs.
Die Inflationsrate erreichte im April einen neuen Höchststand von 3,5 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent im Vorjahr, was den höchsten Anstieg seit 15 Monaten markiert.

