Sportsman's Warehouse überrascht mit positivem Ausblick trotz Umsatzrückgang
Die Aktien von Sportsman's Warehouse verzeichneten am Mittwoch im vorbörslichen Handel einen Anstieg, nachdem das Unternehmen am Dienstag seine Quartalszahlen präsentierte. Trotz eines Umsatzrückgangs von 4,8 % im Jahresvergleich auf 324,3 Millionen USD übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen von 287,1 Millionen USD. Der Umsatzrückgang ist primär auf die inflationären Druckverhältnisse zurückzuführen, die die Konsumausgaben beeinträchtigen und das Kundenaufkommen in den Filialen sowie die Nachfrage nach Produkten wie Munition, Kleidung und Schuhen reduzierten.
Die Umsätze in bestehenden Geschäften litten unter einem Rückgang von 5,7 %, der auf die Inflation und wachsende Rezessionsängste zurückgeführt wird. Interessanterweise blieb der Bruttogewinn mit 103,1 Millionen ähnlich wie im Vorjahr, trotz eines leichten Rückgangs, allerdings verbesserte sich die Bruttomarge auf 31,8 % im Vergleich zu 30,3 % im Vorjahr, was vor allem auf höhere Produktmargen in den Kategorien Kleidung und Schuhe zurückzuführen ist.
Ein überraschend positives Zeichen setzte Sportsman's Warehouse mit einem angepassten Gewinn pro Aktie von 0,04 USD, welcher die erwartete Verlustprognose von 0,09 USD übertraf. Das Unternehmen meldete am Ende des dritten Quartals eine Nettoverschuldung von 151,3 Millionen USD sowie Barmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 2,7 Millionen USD.
In den Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 hob Sportsman's Warehouse seine Umsatzprognose auf 1,18 bis 1,20 Milliarden USD an, was über der vorherigen Schätzung von 1,13 bis 1,17 Milliarden USD liegt. Die Prognose für das angepasste EBITDA wurde leicht angepasst. Investitionen werden nun vor allem in Technologiebereiche wie Merchandising und Produktivitätssteigerungen in den Filialen fließen, wobei die geplanten Kapitalausgaben auf 17 bis 20 Millionen USD gesenkt wurden.
Ein weiteres Vorhaben ist die Kontrolle der Inventurbestände, um einen positiven freien Cashflow zu generieren. Die langfristige Strategie des Unternehmens konzentriert sich darauf, den Umsatz zu steigern und gleichzeitig Margen und Rentabilität zu optimieren. Der Finanzchef Jeff White lobte die verstärkten Marketingmaßnahmen, die den Absatz fördern sollen – trotz des zusätzlichen Drucks auf die Margen.

